Detail des berühmten Gemäldes "Bonaparte beim Überschreiten der Alpen am Großen Sankt Bernhard" von Jacques-Louis David.
Dokument soll im März versteigert werden

Napoleons Hochzeitsurkunde kommt unter den Hammer

Geschichte - Ein französisches Auktionshaus will im Mai die Hochzeitsurkunde von Napoleon Bonaparte versteigern. Der französische Diktator hatte seine Frau Josephine auf Druck des Papstes am Vorabend seiner Kaiserkrönung im Jahr 1804 kirchlich geheiratet.

Bonn - 26.01.2016

Die kirchliche Eheschließung zwischen Napoleon und Josephine im Jahr 1804 kam auf Drängen des damaligen Papstes Pius VII. zustande, der ansonsten nicht an der Kaiserkrönung des französischen Herrschers teilgenommen hätte. Napoleon regierte das Land nach einem Staatsstreich in Folge der französischen Revolution diktatorisch als Konsul und setzte sich schließlich am 2. Dezember 1804 in Paris selbst die Kaiserkrone auf.

Seine nicht öffentlich begangene Hochzeit am Vorabend der Krönung wurde assistiert von Kardinal Joseph Fesch, einem Verwandten Napoleons und Erzbischof von Lyon. Die nun zur Auktion stehende Urkunde trägt seine Unterschrift und Siegel.

Das wertvolle Dokument gehört zur Sammlung eines US-Milliardärs, der zusammen mit der Eheurkunde über tausend weitere Stücke aus dem Frankreich des 19. Jahrhunderts veräußert, heißt es laut "Telegraph". Bereits im Jahr 2014 wurde die Urkunde über die bereits einige Jahre früher erfolgte zivile Eheschließung Napoleons mit Josephine verkauft. Das Dokumente wechselte damals für knapp 440.000 Euro den Besitzer. (kim)