Niederlage gegen die Ordensgemeinschaft "Legionäre Christi"

Rückschlag für vatikanischen Fußball

Aktualisiert am 29.05.2016  –  Lesedauer: 
Vatikan

Rom ‐ Wo ist der Fußballgott, wenn man ihn mal braucht? Im Finale des bedeutenden "Clericus Cup" mussten sich die Vatikan-Kicker den "Legionären Christi" geschlagen geben.

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In den beiden Vorjahren hatte die Mannschaft in den vatikanischen Farben weiß-gelb jeweils den Titel gewonnen. Die Entscheidung zugunsten des ordenseigenen Priesterkollegs "Mater Ecclesiae" fiel nach dem Elfmeterschießen, wie italienische Medien am Sonntag berichteten. In dem vom Italienischen Sportzentrum zum zehnten Mal organisierten Turnier treten die Mannschaften der römischen Priesterkollegs gegeneinander an. Austragungsort ist ein Sportplatz unweit des Vatikan.

Der Vatikan hat keine offizielle Nationalmannschaft und ist nicht Mitglied des Weltfußballverbandes FIFA. An der Qualifikation für internationale Turniere wie der Europameisterschaft nimmt er daher nicht teil. Es gibt jedoch eine inoffizielle vatikanische Auswahl, die Freundschaftsspiele gegen ausländische Mannschaften absolviert.

Im vatikanischen Team vor allem afrikanische Geistliche

In dem vatikanischen Team "De Propaganda Fide" spielen vor allem afrikanische Geistliche und angehende Priester, die in Rom studieren und in dem Priesterkolleg wohnen. Es untersteht der vatikanischen Behörde für die katholische Kirche in ehemaligen Missionsgebieten, der sogenannten Kongregation für die Evangelisierung der Völker.

Den Siegerpokal überreichte am Samstag der deutsche Kurienbischof Josef Clemens zusammen mit zwei weiteren Geistlichen. Der gebürtige Siegerländer ist Sekretär des Päpstlichen Rates für die Laien, der zu den Schirmherren des Turniers zählt. (KNA)