Menschen mit Kerzen in der Hand
Papst und Bischöfe erschüttert über das Blutbad von Orlando

Gebet für Opfer und Angehörige

USA - Er sei erschüttert, verurteile die Tat und hoffe auf schnelle Aufklärung, sagte Papst Franziskus nach dem Massaker von Orlando. Ähnlich äußersten sich die US-Bischöfe. Die klarsten Worte wählte der Bischof von Chicago.

Vatikanstadt/Washington - 13.06.2016

Papst Franziskus verurteilte das Massaker als "neue Manifestation tödlichen Wahnsinns und unsinnigen Hasses", die er zutiefst verabscheue und verurteile, teilte der Vatikan am Sonntagabend mit.

Franziskus: Absurde Gewalt

Der Papst bete für die Familien der Opfer und Verletzten dieser "entsetzlichen und absurden Gewalt", heißt es weiter. Franziskus hoffe auf eine zügige Aufklärung des Verbrechens, das den Frieden der Bevölkerung der USA und der gesamten Menschheit gestört habe.

"Die unaussprechliche Gewalt von Orlando zeigt uns, wie wertvoll und wie empfindlich das menschliche Leben ist", sagte der Vorsitzende der US-Bischofskonferenz, Erzbischof Joseph Kurtz: "Unsere Gebete sind bei den Opfern, ihren Familien und allen, die diese schreckliche Tat getroffen hat."

HTML-Elemente (z.B. Videos) sind ausgeblendet. Zum Einblenden der Elemente aktivieren Sie hier die entsprechenden Cookies.

"Wir beten für die Opfer und ihre Familien und vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit", sagte Bischof John Noonan aus Orlando in einer ersten Reaktion. Chicagos Erzbischof Blase Cupich ging explizit die Homosexualität der Opfer ein: "Unsere Gebete und Herzen sind mit den Opfern der Massenschießerei von Orlando, ihren Familien und unseren schwulen und lesbischen Brüdern und Schwestern", erklärte er. Ähnliche Aufrufe kamen auch von Bischof James Conley aus Lincoln und Bischof William Lori aus Baltimore.

HTML-Elemente (z.B. Videos) sind ausgeblendet. Zum Einblenden der Elemente aktivieren Sie hier die entsprechenden Cookies.

Am Sonntagmorgen hatte der 29-jährige Omar Mateen, ein US-Bürger mit afghanischen Wurzeln, 50 Menschen erschossen und weitere 53 zum Teil schwer verletzt, bevor er selbst von der Polizei erschossen wurde. Das Blutbad im Nachtclub "Pulse", der als Treffpunkt von Lesben und Schwulen bekannt ist, war der gravierendste Vorfall mit Schusswaffen in der Geschichte der USA.

Verbindung zum Islamischen Staat?

Es gibt Spekulationen über eine Verbindung des Täters mit islamistischen Kreisen. US-Medien meldeten am Sonntagabend, das FBI habe berichtet, dass der Attentäter sich vor der Tat beim Polizeinotruf 911 zum IS bekannt habe. Auch die dem IS nahestehende Nachrichtenagentur Amaq habe unter Berufung auf eine nicht näher genannte Quelle gemeldet, die Tat sei "von einem Kämpfer des Islamischen Staats ausgeführt" worden. (gho/KNA)