Papst Franziskus streichelt einen Tiger bei einer Audienz im Vatikan.
Bild: © KNA
Franziskus hält Audienz für Zirkusleute ab

Tiger hat Angst vor Papst

Buntes - Während einer Audienz für Zirkusleute versuchte Franziskus am Donnerstag, einen sechs Monate alten Tiger zu streicheln. Doch das klappte erst im zweiten Versuch.

Vatikanstadt - 16.06.2016

Erst im zweiten Anlauf ließ sich der Tiger an der Leine seines Betreuers bereitwillig vom Papst das Fell kraulen. Anschließend gestand Franziskus in seiner Rede, auch ihm sei die Sache nicht ganz geheuer gewesen.

Aufgeregter Franziskus

Zirkusleute und Schausteller könnten Kinder zum Lachen bringen, Einsame aufmuntern, Menschen zusammenbringen und "den Papst erschrecken, wenn er einen Leoparden streicheln will - so machtvoll seid ihr!" Offenbar war Franziskus noch etwas aufgeregt und verwechselte Tiger und Leopard.

Die Audienz fand im Rahmen des derzeitigen Heiligen Jahres der Barmherzigkeit statt. "Ich beglückwünsche Euch, denn in diesem Heiligen Jahr habt Ihr Eure Vorführungen auch für die Notleidenden geöffnet, die Armen und Obdachlosen, Gefängnisinsassen und benachteiligten Jugendlichen. Auch das ist Barmherzigkeit: Schönheit und Fröhlichkeit in einer manchmal auch düsteren und traurigen Welt zu säen. Danke! Vielen Dank dafür!", so das Kirchenoberhaupt. (dpa/KNA)

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UPDATE: Tierschützer kritisieren Papst

Gar nicht possierlich findet die Organisation "Vier Pfoten Deutschland" die AKtion des Papstes. Damit, so monierten die Tierschützer am Freitag in Hamburg, habe der Papst die Haltung von Wildtieren im Zirkus unterstützt. In vielen Zirkus-Unternehmen aber mangle es Tiger, Panther und Co an Platz und Beschäftigung. Die permanenten Transporte und Auftritte in der Manege sorgten zudem für großen Stress. (KNA)