Prälat Wilhelm Imkamp ist Direktor der bayerischen Wallfahrtskirche Maria Vesperbild.
Wallfahrtsdirektor kritisiert "Verschleierungs- und Verharmlosungsrethorik"

Imkamp geißelt "Gender-Ideologie" und Islamismus

Warum die Welt zurzeit aus den Fugen geraten ist? Für den Wallfahrtsdirektor von Maria Vesperbild ist das klar. Er nennt Gründe und kritisiert eine "Verschleierungs- und Verharmlosungsrethorik".

Krumbach - 29.07.2016

"Über beide Ideologien wird eigentlich nicht diskutiert", sagte der Wallfahrtsdirektor von Maria Vesperbild den "Mittelschwäbischen Nachrichten" (Freitag). Er kritisierte ferner einen "pseudoethischen Menschenrechtsfundamentalismus".

Mit Blick auf den Islam sagte der Geistliche, die Frage, ob eine von einem aktiven Gewaltherrscher gegründete Religion grundsätzlich ein anderes Verhältnis zur Gewaltausübung habe als eine Religion, die von einem Gewaltopfer gegründet worden sei, dürfe heute erst gar nicht gestellt werden. "Die Pathologisierung der Selbstmordattentäter verschleiert die pervers-religiöse Dimension der Taten". "Verschleierungs- und Verharmlosungsrhetorik" wirkten inzwischen wie "Realsatire". (KNA)

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Für die einen ist es ein Instrument der Gleichstellung, für die anderen Teufelswerk: das Konzept "Gender". Der Papst bezeichnete "Gender" als "dämonische Ideologie". Fest steht: "Gender" erregt die Gemüter. Was steckt hinter dem Begriff?