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Pfingstsequenz: Komm herab, o Heiliger Geist!

Der Heilige Geist zerreißt die finstere Nacht, heißt es in der sogenannten Pfingstsequenz. Schwester Katharina Kluitmann von den Franziskanerinnen in Lüdinghausen betet und erklärt das liturgische Gebet.

Die Pfingstsequenz "Veni Sancte Spiritus" ist im 13. Jahrhundert entstanden. Am Pfingstsonntag wird sie vor dem Evangelium gesungen und folgt als hymnenartiger Gesang unmittelbar auf das Halleluja und schließt mit dem Ruf Amen, Halleluja. Die Pfingstsequenz besteht aus zehn Strophen mit jeweils drei Zeilen. Das Kommen des Heiligen Geistes wird erbeten. Die dritte und vierte Strophe nennen sechs Eigenschaften des Heiligen Geistes. Die Strophen lauten so:

Komm herab o Heiliger Geist, der die finstre Nacht zerreißt
Komm herab, o Heil'ger Geist,
der die finstre Nacht zerreißt,
strahle Licht in diese Welt.

Komm, der alle Armen liebt,
komm, der gute Gaben gibt,
komm, der jedes Herz erhellt.

Höchster Tröster in der Zeit,
Gast, der Herz und Sinn erfreut,
köstlich Labsal in der Not.

In der Unrast schenkst du Ruh,
hauchst in Hitze Kühlung zu,
spendest Trost in Leid und Tod.

Komm, o du glückselig Licht,
fülle Herz und Angesicht,
dring bis auf der Seele Grund.

Ohne dein lebendig Wehn
kann im Menschen nichts bestehn,
kann nichts heil sein noch gesund.

Was befleckt ist, wasche rein,
Dürrem gieße Leben ein,
heile du, wo Krankheit quält.

Wärme du, was kalt und hart,
löse, was in sich erstarrt,
lenke, was den Weg verfehlt.

Gib dem Volk, das dir vertraut,
das auf deine Hilfe baut,
deine Gaben zum Geleit.

Lass es in der Zeit bestehn,
deines Heils Vollendung sehn
und der Freuden Ewigkeit. Amen. Halleluja.

ZUm Artikel: Pfingsten - Was bedeutet das Fest nach Ostern