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"Eckiger Tisch": Aufarbeitung und Entschädigungen gefordert

Matthias Katsch, Sprecher der Opferinitiative "Eckiger Tisch", zeigt sich beeindruckt von einigen Statements der Bischöfe bei der Vorstellung ihrer Missbrauchsstudie. Aber nach den Worten seien nun Taten notwendig. Die Betroffenen bräuchten ein bestimmtes Signal von der Kirche.

Die katholische Kirche müsse zeigen, dass sie zwei Dinge verstanden habe, sagt Katsch. "Erstens: Wir unterstützen eine unabhängige Aufarbeitung und lassen uns da helfen durch den Staat. Und zweitens: Wir haben Leid verursacht bei vielen Menschen und sind bereit dafür einzustehen - und reden über angemessene Entschädigungen".

Am 25.9.2018 haben die deutschen Bischöfe in Fulda eine von ihnen in Auftrag gegebene Missbrauchsstudie vorgestellt. Das Design der Studie hält Katsch für problematisch, da sie vieles ausblende und da die anonymisierte Auswertung Querverbindungen verschleiere.

Die Initiative "Eckiger Tisch" ist eine Selbstorganisation von Betroffenen von sexualisierter Gewalt an Jesuiten-Einrichtungen in Deutschland. (Video vom 25.09.2018)