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Bischof Bode: Keiner muss alleine sterben!

Die Päpstliche Akademie für das Leben hat am Donnerstag ein Weißbuch zur ganzheitlichen Begleitung am Lebensende veröffentlicht. Im Interview mit katholisch.de spricht Bischof Franz-Josef Bode über die Bedeutung der Palliativversorgung und die Ziele des Weißbuchs.

Die Päpstliche Akademie für das Leben hat ein sogenanntes Weißbuch zur ganzheitlichen Begleitung am Lebensende veröffentlicht. Akademiepräsident Erzbischof Vincenzo Paglia warb am Donnerstag bei der Vorstellung des "PAL-LIFE-Weißbuches" in der Berliner Nuntiatur für eine globale Entwicklung und Verbreitung der Palliativversorgung. Diesem Anliegen solle das Werk dienen. Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode betonte als Vorsitzender der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz die christliche Hoffnung auf die Auferstehung als Teil der spirituellen Begleitung durch die Kirche.

Nach Bodes Worten ist es vorrangiges Anliegen der Kirche, "dass Menschen in Würde sterben können". Dabei beklagte er, dass es derzeit ein Wiederaufflammen der Debatte um den Strafrechtsparagrafen 217 Strafgesetzbuch gebe, wobei "die Selbsttötung als ein Grundrecht und die Beihilfe dazu als eine allgemein verfügbare Dienstleistung angesehen werden. Wenn so die Unantastbarkeit der Menschenwürde aufgegeben wird, betonen wir mit Nachdruck, was für uns ein Sterben in Würde bedeutet und wie wir es ermöglichen wollen", so der Bischof.

In dem Weißbuch bieten Experten einen Überblick zum Thema Palliativversorgung. Es soll Gesundheitsinstitutionen in aller Welt praxisnahe Orientierung ermöglichen. (KNA)