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Checkliste Erstkommunion

Am Tag ihrer heiligen Erstkommunion stehen Kinder ganz im Mittelpunkt – in der Kirche und auch in der Familie. Woran Sie bei der Planung denken sollten, lesen Sie hier.

Erstkommunionfeier | Bonn - 01.08.2015

Am Tag ihrer heiligen Erstkommunion stehen Kinder ganz im Mittelpunkt – in der Kirche und auch in der Familie. Schön ist es, das Kind bei der Planung dieser wichtigen Feier mit einzubeziehen. Woran Eltern denken sollten – vom Tag der Anmeldung bis zum Weißen Sonntag - erfahren Sie hier.

Anmeldung

In der Regel werden die Kommunionkinder der dritten Klasse im Herbst von den Pfarrgemeinden angeschrieben. Die Eltern melden ihr Kind dann im Pfarrbüro zur Erstkommunion an. Dazu muss das Familienstammbuch oder die Taufbescheinigung des Kindes vorgelegt werden. Im Pfarrbüro erfahren die Eltern dann auch den Termin. Es kann übrigens sein, dass dieser von Jahr zu Jahr variiert. Da ist es ratsam, schon mal vor der Anmeldung nachzufragen. Falls Sie nämlich in einer Gaststätte feiern möchten, sollten Sie wissen, dass diese oft lange im Voraus ausgebucht sind. Das Gleiche gilt für Räume, die Vereine oder Pfarrgemeinden vermieten.

Erste Überlegungen

Wer soll eingeladen werden? In der Regel natürlich die Großeltern und Paten, die Geschwister der Eltern und deren Kinder. Ob darüber hinaus noch Tanten und Onkel der Eltern sowie Freunde eingeladen werden, entscheidet nicht nur das Familienbudget, sondern richtet sich auch nach den räumlichen Möglichkeiten. Wer zu Hause feiert, sollte genau überlegen, wie viele Gäste untergebracht werden können. Grundsätzlich gilt: Je früher Sie alles bis ins kleinste Detail planen, desto besser – am besten ein halbes Jahr vor dem Fest. Dazu gehört auch die Überlegung, ob Übernachtungsmöglichkeiten für Weitgereiste geschaffen werden müssen.

Einladungen

Wenn die Liste der Gäste steht, suchen Sie mit Ihrem Kind gemeinsam ein schönes Motiv aus, das auf Einladungskarten, Tischkärtchen, Menükarten und als Tischschmuck verwendet werden kann. Ein beliebtes christliches Symbol für die Erstkommunion ist zum Beispiel der Fisch. Er war das Geheimzeichen der ersten Christen, an dem sie sich gegenseitig erkannten. Denn es war in den ersten Jahrhunderten nach Christi Geburt gefährlich, sich im Römischen Reich als Christ zu bekennen. Christen wurden verfolgt, weil sie den Kaiser nicht als Gott anerkannten. Die Anfangsbuchstaben des Wortes "Fisch" ergaben in der griechischen Sprache die folgenden Worte: "Jesus Christus Gottes Sohn Erlöser". Kinder finden solche Geschichten immer spannend.

Bei der Auswahl an Papieren und Umschlägen für die Einladungskarten schauen Sie sich am besten in einem gut sortierten Geschäft mit Schreibwaren und Bastelmaterialien um. Zum Fischmotiv etwa passt gut eine Karte aus dunkelblauem Karton. Kleben Sie einen breiten Streifen hellblaue Wellpappe der Länge nach auf die Karte. Schneiden Sie dann aus Glitzerkarton in verschiedenen Blautönen Fische aus und kleben sie auf den Wellpappe-Streifen. Den Einladungstext können Sie kopieren und auf die Rückseite der Karte kleben.

In gleicher Weise werden auch kleine Tischkarten und eventuell Menükarten hergestellt – diesmal farblich genau umgekehrt: hellblaue Karte, dunkelblauer Streifen mit Fischen.

Ein dekorierter Tisch mit Windlicht, kleine Äpfeln, und verzierter Tischdecke.
So kann die Tischdekoration bei einer Taufe oder einer Hochzeit aussehen.  Tim Kempen

Tischdekoration

Die Fische lassen sich ebenfalls als Tischdekoration verwenden. Einfach von einem Tischende zum anderen aus hellblauem Organza ein Tischband legen und mit Fischen aus Wellpappe in verschiedenen Blautönen verzieren. Hübsch sehen blaue Nuggets und ein paar Muscheln zwischen den Fischen aus. Die Kommunionkerze gehört in die Mitte des Tisches. Der Platz Ihres Kindes wird besonders geschmückt, z .B. mit einer Blumenranke, die zum Blau der Fische passt.

Kommunionkerze

Kommunionkerzen werden oft in der Kindergruppe selber gestaltet. Wenn nicht, könnten Sie das Motiv Ihrer Tischdekoration, etwa den Fisch, auch hier verwenden. Achten Sie beim Kauf der Kerze auf Qualität. Gute Kerzen werden aus hochwertigen Rohstoffen hergestellt und brennen langsam und gleichmäßig ab, ohne zu rußen. In Läden für Bastelbedarf bekommen Sie Wachsplatten und Wachselemente zum Verzieren. Sie können aber auch Kerzenmalfarben benutzen. Lassen Sie sich alles genau erklären. Schön ist es, wenn mehrere Eltern zusammen ans Werk gehen.

Kommunionkleid und -anzug

Kommunionkleidung muss nicht teuer sein. Manche Pfarrgemeinden und Kindergärten bieten regelmäßig Kommunionkleidungs-Flohmärkte an. Ein Besuch dort lohnt sich auf jeden Fall. Erkundigen Sie sich vorher bei Ihrer Gemeinde. Einige haben mittlerweile weiße Kutten angeschafft, die alle Kommunionkinder an diesem Tag über ihrer normalen Kleidung tragen. Wenn Sie neue Kleidung kaufen, sollten Sie auf die Wünsche Ihres Kindes Rücksicht nehmen. Die Kleidung sollte festlich sein, aber zum Kind passen.

Für Mädchen

Ein einfaches weißes Kleid ist angemessener als ein Mini-Brautkleid in Spitze und Tüll. Ihre Tochter muss sich darin gut bewegen können. Weiße Schuhe gehören dazu, ebenfalls eine weiße Feinstrumpfhose. Sehr hübsch ist ein Kränzchen aus Myrte, in das etwas Schleierkraut gesteckt wird. Eine Alternative für Mädchen mit langen Haaren: einen Zopf flechten und als Kranz rund um den Kopf feststecken, in den Haarkranz etwas Myrte stecken.

Für Jungen

Es muss nicht der schwarze oder blaue Anzug sein, ein lichtes Grau sieht ebenfalls sehr festlich aus. Auch eine schwarze Hose mit einem grauen Blazer passt gut, dazu ein weißes Hemd mit Fliege oder Krawatte. Natürlich darf das Hemd, wenn Ihr Sohn das lieber mag, auch mit offenem Kragen getragen werden – ohne Fliege oder Krawatte. Ein Muss sind dunkle Schuhe – aber bitte keine Turnschuhe.

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Bruder Paulus erklärt zum Weißen Sonntag die Bedeutung der Erstkommunion und warum bei der Feier der Erstkommunion eine Kerze entzündet wird.  ifage/SAT.1

Wer packt mit an?

Wenn Sie zu Hause feiern, brauchen Sie Hilfe – beim Kochen, Backen, Servieren, Abräumen, Spülen. Oft spricht es sich im Wohnviertel herum, wer mit welcher Hilfe gute Erfahrungen gemacht hat. Da gute Heinzelmännchen oft sehr begehrt und schnell ausgebucht sind, sollten Sie beizeiten die Fühler ausstrecken.

Was gibt's zu essen?

Beim Menü ist ein Mix zwischen Bestellen und Selbermachen zu empfehlen. Beispiel: Vor- und Nachspeise werden selber zubereitet, das Hauptgericht mitsamt den dazugehörenden Wärmeplatten und -behältern bei einem Partyservice, Restaurant oder Metzger bestellt und angeliefert. Auch für den Nachmittagskaffee gilt: Die festliche Kommuniontorte liefert der Konditor, die restlichen Kuchen backen Freunde und Verwandte.

Planen wie ein Profi

Listen Sie auf, woran Sie bei der Planung der Feier zu Hause denken müssen: Sind genug Stühle, Tische und Tischdecken vorhanden? Ein Tipp: Im Stoffgeschäft Meterware kaufen, als Tischdecken zurechtschneiden und umsäumen. Eine Arbeit, die Ihnen bestimmt gern eine nähkundige Verwandte oder Freundin abnimmt, wenn Ihnen das Nähen nicht so liegt. Alternativ eignen sich auch weiße Bettlaken, die einfach zur Tischdecke umfunktioniert werden. Welche und wie viele Servietten werden benötigt – fürs Menü, für die Kaffeetafel, für einen eventuellen Abend-Imbiss? Gibt es genügend Warmhaltekannen für Kaffee und Tee? Wenn nicht, borgen Sie welche bei Verwandten und Freunden aus. Ein Tipp: unter geliehene Gegenstände Namenszettel kleben. Checken Sie Geschirr, Besteck, Gläser, Geschirrhandtücher: Ist von allem genügend vorhanden? Schreiben Sie rechtzeitig eine Einkaufsliste und gehen Sie diese mit Freunden durch, die selber Erfahrung mit Feiern haben. Lassen Sie die Liste gut sichtbar in der Küche liegen. Da können Sie dann sofort notieren, was Ihnen spontan einfällt. Lassen Sie öfter mal die Zutaten für Speisen, für die Kaffeetafel oder Getränke Revue passieren. Haben Sie wirklich an alles gedacht?

Von Margret Nußbaum

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