Schließlich vollzieht der Bischof die eigentliche Weihe durch Handauflegung auf das Haupt des Kandidaten und gleichzeitiges Gebet. Diese Handauflegung hat eine zentrale Bedeutung im katholischen Glauben. Sie versinnbildlicht die Apostolische Sukzession, also die ungebrochene Verbindung der Bischöfe bis zu den Aposteln. Bei der Bischofsweihe legen auch alle anderen anwesenden Bischöfe ihre Hände auf, bei der Priesterweihe alle anwesenden Priester. Während des Ritus der Handauflegung herrscht Stille.

Das anschließende Weihegebet des Bischofs geht zurück bis auf die "Traditio Apostolica", einer Kirchenordnung aus dem 3. Jahrhundert. Bei der Bischofsweihe halten währenddessen zwei Diakone ein aufgeschlagenes Evangeliar über dem Haupt des neu geweihten Bischofs. Danach folgen die so genannten ausdeutenden Riten, die verschiedene Aufgaben des Neugeweihten versinnbildlichen. Den Diakonen und Priestern werden zunächst – in der Regel von den Pfarrern ihrer Heimatgemeinden – die liturgischen Gewänder angelegt.

Verschiedene Symbole für verschiedene Aufgaben

Bei der Diakonenweihe überreicht der Bischof jedem neu geweihten Diakon ein Evangelienbuch, aus dem sie die Botschaft Jesu Christi verkündigen sollen. Bei der Priesterweihe salbt der Bischof den Neupriestern nach ihrer Einkleidung zunächst die Hände mit Chrisam. Dann überreicht er ihnen Hostienschale und Kelch als Zeichen für ihren Auftrag, die Eucharistie zu feiern. Es ist üblich, dass jeder Priester eigenes Messgeschirr besitzt, welches in seiner jeweiligen Pfarrgemeinde aufbewahrt wird.

Bei der Bischofsweihe wird das Haupt des neu geweihten Bischofs gesalbt. Der weihende Bischof steckt ihm dann den Bischofsring an den Finger, setzt ihm die Mitra auf und überreicht ihm den Hirtenstab als Zeichen, dass der Bischof bestellt ist, die Kirche zu leiten.

Der Bischof besiegelt die Weihehandlung jeweils mit einer abschließenden Umarmung als Friedensgruß. Nach dem Weiheritus feiern die Neugeweihten mit dem Bischof die Messe am Altar. Neupriester sind dabei Konzelebranten des Bischofs, ein Neubischof übernimmt die Leitung der Eucharistiefeier selbst.