"Ökumene nicht den Theologen überlassen"
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Franziskus betont Einheit im Gebet

"Ökumene nicht den Theologen überlassen"

Im ökumenischen Dialog ringen Fachleute aller christlichen Konfessionen um teils fundamentale Glaubensfragen. Das ist sehr wichtig - aber längst nicht alles, sagt Papst Franziskus.

Vatikanstadt - 12.10.2016

Der ökumenische Dialog darf sich nach Ansicht von Papst Franziskus nicht auf die theologische Ebene beschränken. "Oft denken wir, dass die ökumenische Arbeit nur Theologen betrifft", sagte er am Mittwoch im Vatikan. Das theologische Fachgespräch sei zwar sehr wichtig, aber gleichzeitig gebe es auch noch eine Ökumene des Gebets und der Nächstenliebe. Auf diesen Gebieten sei bereits eine Einheit vorhanden. Es handele sich um eine "Einheit auf dem Weg mit Jesus", sagte der Papst vor Vertretern der ökumenischen Organisation "Christian World Communions".

Besonders aktuell sei heute angesichts der Verfolgung christlicher Minderheiten durch Terroristen und "die Kräfte der Welt" allerdings die "Ökumene des Bluts", sagte er weiter. Die Verfolger fragten nicht, ob ihre Opfer Lutheraner, Katholiken oder Pfingstler seien. Ihnen reiche es, dass sie Christen seien. Wörtlich fügte Franziskus hinzu: "Der Feind irrt nicht, er weiß genau, wo Jesus ist." (KNA)

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