Kardinal Kurt Koch ist Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen.
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Verdienste um Ökumene gewürdigt

Kardinal Koch erhält Bundesverdienstkreuz

Die Botschafterin beim Heiligen Stuhl, Annette Schavan, überreichte dem Kurienkardinal die Auszeichnung. Koch sorge dafür, dass das Thema Ökumene im Vatikan den richtigen Stellenwert habe.

Rom - 28.10.2016

Kurt Koch (66), Schweizer Kurienkardinal, ist mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Der Ökumene-Beauftragte des Vatikan erhielt die Ehrung am Mittwochabend in der deutschen Botschaft beim Heiligen Stuhl in Rom. Bundespräsident Joachim Gauck würdige Koch damit als "einen der heutigen Architekten der Einheit der Christen", sagte Botschafterin Annette Schavan. Koch sorge dafür, dass ökumenische Fragen in der römischen Kurie einen hohen Rang haben.

Der Schweizer Kardinal vermittele auf glaubwürdige Weise, "dass nur die wirkliche intellektuelle und spirituelle Durchdringung der Fragen weiterhilft und die Komplexität der Einheit und die vermeintlichen Grenzen der Akteure keine 'Leichtigkeit des Seins' erlauben", so Schavan zur Begründung.

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Was bedeutet Ökumene? Ein Beitrag der Serie "Katholisch für Anfänger".

Der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen erhielt das Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Vor seinem Wechsel in den Vatikan war Koch seit 1995 Bischof von Basel und von 2007 bis 2009 Vorsitzender der Schweizer Bischofskonferenz.

Auch protestantischer Pfarrer erhält Verdienstkreuz

Gemeinsam mit dem Schweizer bekam der Pfarrer der evangelisch-lutherischen Gemeinde Roms, Jens-Martin Kruse, das Bundesverdienstkreuz verliehen. Auch er wurde für seine Verdienste um die Ökumene ausgezeichnet. Kruse sei in der italienischen Hauptstadt ein "Botschafter des deutschen Protestantismus" und leiste für die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) "unschätzbare Dienste im ökumenischen Miteinander", sagte Schavan.

Der promovierte Theologe genieße hohes Ansehen in seiner Gemeinde, in der katholischen Kirche Roms sowie beim Heiligen Stuhl und sei ein gefragte Gesprächspartner im ökumenischen theologischen Dialog. "Vielleicht sollte man seinen Rat in Deutschland häufiger einholen", so Schavan. Kruse erhielt das Verdienstkreuz Erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. (gho/KNA)