Bischof Koch: Klarer Unterschied zwischen Lebenspartnerschaft und Ehe

Katholische Bischöfe strikt gegen "Ehe für alle"

Aktualisiert am 28.03.2017  –  Lesedauer: 
Katholische Bischöfe strikt gegen "Ehe für alle"
Bild: © KNA
Ehe

Passau ‐ Die SPD macht Druck und fordert die "Ehe für alle" noch in diesem Jahr. Dagegen spricht sich der Berliner Erzbischof Heiner Koch aus, denn Lebenspartnerschaft und Ehe sind für die Bischöfe nicht dasselbe.

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Die SPD stößt mit ihren Plänen für eine "Ehe für alle" auf deutlichen Widerspruch der katholischen Kirche in Deutschland. "Die deutschen Bischöfe sprechen sich gegen eine Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Partnerschaften aus. Sie teilen die verfassungsrechtlichen Bedenken, die gegen eine einfachgesetzliche Einführung einer Ehe für alle vorgetragen werden", sagte Erzbischof Heiner Koch, Vorsitzender der Kommission für Ehe und Familie der Bischofskonferenz, der Passauer Neuen Presse (Mittwoch).

Es gebe aus Sicht der Bischöfe einen klaren Unterschied zwischen eingetragenen Lebenspartnerschaften und Ehe, fügte Koch hinzu. "Anders als die Ehe kann die eingetragene Lebenspartnerschaft aus sich heraus keine Kinder hervorbringen", so der Berliner Erzbischof.

"In diesem Sinne hat auch Papst Franziskus in seinem Schreiben 'Amoris laetitia' festgehalten, dass Partnerschaften von Personen gleichen Geschlechts nicht einfach mit der Ehe gleichgestellt werden können, weil ihnen die Weitergabe des Lebens verschlossen ist, die die Zukunft der Gesellschaft sichert." (KNA)

Linktipp: "Kein Muster für Deutschland"

In der Diskussion um die "Homo-Ehe" hat der katholische Tübinger Moraltheologe Franz-Josef Bormann die Position der Kirche verteidigt. Für ihn ist die Entscheidung aus Irland nicht auf Deutschland übertragbar. (Artikel von Juni 2016)