Hunderttausende wollen an der Grenze Polens beten
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Bischofskonferenz ruft zu Rosenkranz-Initiative auf

Hunderttausende wollen an der Grenze Polens beten

Mehr als 3.500 Kilometer ist Polens Grenze lang. Eine Initiative will diese Strecke am ersten Samstag im Oktober mit Rosenkranzgebet füllen – auch die Bischöfe laden zu der Aktion ein.

Warschau - 27.09.2017

In Polen ist ein Rosenkranzgebet an allen Grenzen des Landes geplant, zu dem bis zu eine Million Gläubige erwartet werden. Zu der Aktion der Stiftung "Solo Dios Basta" am 7. Oktober lud jüngst auch die Polnische Bischofskonferenz die Katholiken ein. Zum Ende des Fatima-Jubiläums wolle man am Rosenkranzfest für Polen und die ganze Welt beten, heißt es in dem Aufruf der Bischöfe. Diejenigen, die nicht an eine Ländergrenze kommen können, werden trotzdem zum Rosenkranzgebet aufgerufen: "Familien in ihren Häusern, Kranke in den Kliniken, Gemeinden in ihren Pfarrkirchen."

Auf der Webseite der Initiative sind hunderte teilnehmende Kirchen aus mehr als 20 Diözesen in Grenznähe markiert. Rund 200 Teilnehmer pro Gotteshaus haben sich bereits angemeldet, wobei die Spanne je nach Kirche zwischen sechs und 4.500 Gläubigen reicht. Zudem nehmen die Flughafenkapellen in Posen, Danzig, Kattowitz und Warschau an der Aktion teil. Geplant sind demnach Gottesdienste in den Kirchen am Vormittag und an den Grenzen das Rosenkranzgebet selbst um 14 Uhr.

Auch im Ausland lebende Polen sind eingeladen

Mit der Aktion wolle man ganz Polen mit dem Gebet des Rosenkranzes "umgeben", heißt es auf der Seite der Veranstalter. Die Teilnehmer seien zudem eingeladen, an die Grenzen ihrer Möglichkeiten, Ängste und Wünsche zu gehen und ihre Bequemlichkeit, den Alltag und die Gewohnheiten überwinden. Auch Polen, die im Ausland leben, werden aufgerufen, an dem Tag mitzubeten.

Die Stiftung "Solo Dios Basta" wurde von zwei polnischen Laien gegründet, die in ihrem Land als Missionare und Exerzitienleiter arbeiten. Der Rosenkranz sei eine "mächtige Waffe im Kampf gegen das Böse", heißt es auf der Internetseite der Aktion. Deshalb glaube man, dass das Gebet einer Million Polen an den Grenzen "nicht nur den Verlauf der Ereignisse, sondern auch die Herzen unserer Landsleute ändern kann".

Maria habe bei ihren Erscheinungen im portugiesischen Fatima das Rosenkranzgebet als Mittel zur "Rettung der Welt" empfohlen. Die Aktion finde am Fest Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz statt, das nach der Seeschlacht von Lepanto geschaffen wurde –  "als die christliche Flotte die um ein vielfaches größere muslimische Flotte besiegte und damit Europa vor der Islamisierung rettete", fügen die Veranstalter hinzu. (luk)