Erzbistümer Berlin und Stettin-Cammin wollen enger kooperieren
Nach Treffen der Erzbischöfe und leitender Mitarbeiter

Erzbistümer Berlin und Stettin-Cammin wollen enger kooperieren

Die Erzbistümer Berlin und Stettin-Cammin sind Nachbarn, die nur durch die Oder voneinander getrennt sind. Schon seit Jahren kooperieren die deutsche und die polnische Erzdiözese in vielen Bereichen. Diese Zusammenarbeit soll nun ausgebaut werden.

Berlin - 19.02.2019

Das Erzbistum Berlin und die benachbarte polnische Erzdiözese Stettin-Cammin wollen künftig enger zusammenarbeiten. Das teilte das Erzbistum Berlin am Dienstag nach einem Treffen von Vertretern beider Diözesen unter Leitung der beiden Erzbischöfe Heiner Koch und Andrzej Dzięga in Stettin mit. Die Zusammenarbeit solle vor allem in den Bereichen Schule, Caritas und Personal befördert werden. Es war das erste Treffen dieser Art zwischen leitenden Mitarbeitern beider Erzbistümer; auf Ebene der Erzbischöfe und in der Gedenkkultur bestehen bereits seit vielen Jahren enge Kontakte.

Themen des Treffens waren laut Erzbistum Berlin auch der wachsende Rechtspopulismus, die Flüchtlingsfrage und die europäische Integration. Dabei sei zwischen beiden Seiten eine große Übereinstimmung in der Bewertung der pastoralen und gesellschaftlichen Herausforderungen zu erkennen gewesen. Darüber hinaus habe Erzbischof Koch über den aktuellen Stand bei der Errichtung des Instituts für Katholische Theologie an der Berliner Humboldt-Universität informiert. Den Angaben zufolge soll auch eine Zusammenarbeit mit der Theologischen Abteilung der Stettiner Universität geprüft werden.

Die Berliner Caritasdirektorin Ulrike Kostka berichtete bei dem Treffen über die Zusammenarbeit mit der Caritas im Erzbistum Stettin-Cammin. "Nächstenliebe ist eine gute Brücke, sowohl über die Sprachgrenzen als auch hin zu Nicht-Getauften", so Kostka. Bei den Caritas-Konferenzen, der Integration von Ausländern und im Bereich des Jugendprogramms "Young Caritas" geschehe zwar schon manches, es sei aber noch Entwicklungspotential vorhanden. Der Leiter des Bereichs Personal im Erzbischöflichen Ordinariat, Hansjörg Günther, informierte außerdem über die Arbeit von Priestern mit polnischer Muttersprache in der katholischen polnischen Mission und in den deutschen Pfarrgemeinden entlang der Grenze zu Polen. (stz)

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