Benedikt XVI. empfängt bayerische Gäste im Vatikan.
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Nicht die erste falsche Information über Gesundheitszustand

Schlaganfall bei Benedikt XVI.? Vatikan bestreitet Gerüchte

In mehreren Medien und den sozialen Netzwerken war erst von einer "leichten Ischämie", dann von einem Schlaganfall die Rede. Jetzt weist der Vatikan die Gerüchte um den Gesundheitszustand des emeritierten Papstes zurück. Es ist nicht das erste Mal.

Bonn/London - 19.06.2019

Der Vatikan hat Berichte um einen Schlaganfall Benedikts XVI. zurückgewiesen. "Die Gerüchte sind falsch", sagte der kommissarische Vatikan-Pressesprecher Alessandro Gisotti dem "Catholic Herald" am Dienstag. Am Montag waren in verschiedenen Medien sowie den sozialen Netzwerken Berichte um den schlechten Gesundheitszustand des emeritierten Papstes kursiert. Zunächst war von einer "leichten Ischämie" die Rede. Dann hieß es, der 92-Jährige habe einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt erlitten.

Es ist nicht das erste Mal, dass vor allem in den sozialen Netzwerken über den Gesundheitszustand Benedikts spekuliert wird. Mehrfach gab es sogar Todesmeldungen, die der Vatikan stets umgehend dementierte. Auch der Bruder des ehemaligen Kirchenoberhauptes, Georg Ratzinger, äußert sich regelmäßig über dessen Gesundheit. So falle Benedikt etwa "das Gehen und Sprechen schwer". Im vergangenen Jahr attestierte er ihm zudem eine "Nervenkrankheit, die ihn sehr belastet". Dem widersprach der Vatikan allerdings: "Die angeblichen Berichte über eine lähmende oder degenerative Krankheit sind falsch", hieß es damals.

Benedikt XVI. lebt seit seinem Rücktritt im Februar 2013 im Kloster "Mater Ecclesiae" in den vatikanischen Gärten. Auch wenn er sich nicht mehr häufig in der Öffentlichkeit zeigt, kursieren regelmäßig Fotos mit Einzelgästen und Delegationen, die der emeritierte Papst empfängt. Benedikt selbst sprach 2018 davon, dass seine körperlichen Kräfte langsam schwänden und er sich innerlich "auf einer Pilgerfahrt nach Hause" befinde. (bod)