Maria, Josef und die Heiligen Drei Könige beten in der Augsburger Krippe das Jesuskind an.
Auch Teile der Krippensammlung von Bischof Voderholzer werden gezeigt

Bistum Regensburg geht mit neuer Webseite zur Welt der Krippe online

Papst Franziskus hat zum Beginn des Advents alle Gläubigen aufgefordert, den Brauch der Weihnachtskrippe zu pflegen oder neu zu entdecken. Das Bistum Regensburg leistet dazu jetzt seinen Anteil – mit einer brandneuen Webseite zur Welt der Krippe.

Regensburg - 03.12.2019

Krippen kann man auch in Kokosnüssen, Kirsch- und Pinienkernen unterbringen - kurioses Wissen wie dieses lehrt die neue Internetseite www.jahreskrippen.de. Das pünktlich zum Advent gestartete Portal des Bistums Regensburg soll Krippen als Instrument der Verkündigung und Zeugnis der Beheimatung des christlichen Glaubens in der Region zeigen, wie die Diözese am Montag mitteilte. Die mit Bildern, Texten und Tönen multimedial angelegte Homepage bietet demnach unter anderem Bautipps, einen Kalender mit wichtigen Terminen, Adressen von Vereinen und zudem ein Quiz, dessen Fragen künftig regelmäßig aktualisiert werden.

Aktuell über die Weihnachtszeit hinaus

Die Internetseite bleibt laut Bistum auch über die gegenwärtige Zeit des Jahresendes aktuell: "Krippen werden zwar häufig und zurecht mit dem Weihnachtsgeheimnis in Verbindung gebracht, aber sie gehen doch sehr weit darüber hinaus", heißt es. In sogenannten Jahreskrippen würden viele biblische Begegnungen und Geschichten in Form unterschiedlicher Aufstellungen gezeigt. So gebe es alttestamentliche Darstellungen wie die Gefangenschaft des Propheten Jona im Bauche eines Wals. Selbst Alltagsszenen - zum Beispiel das Biertrinken am Stammtisch - seien zu sehen. Bischof Rudolf Voderholzer nennt dies die "Menschwerdung Gottes inmitten des pulsierenden Lebens".

Voderholzer besitzt selbst eine "beträchtliche Sammlung eigener Krippen in verschiedensten Größen und Stilen", wie es heißt. Das Portal präsentiert eine Auswahl davon und belegt dabei, dass Krippen ganz unterschiedlicher Machart sein können: Es gibt sie aus Holz, Porzellan, Papier, Plastik, Glas, Stein und in geklöppelter Form, mal sind sie bemalt, mal mit Stoff bezogen.

Papst Franziskus hatte zum Beginn des Advents alle Gläubigen dazu aufgefordert, den Brauch der Weihnachtskrippe zu pflegen oder neu zu entdecken. "Es ist nicht wichtig, wie man die Krippe aufstellt" - immer gleich oder jedes Jahr anders - "was zählt, ist, dass sie zu unserem Leben spricht", so der Pontifex in einem Brief, den er am Sonntag in Greccio unterzeichnete. In dem Dorf 90 Kilometer nördlich von Rom hatte Franz von Assisi an Weihnachten 1223 die Szene von Jesu Geburt mit Menschen und Tieren nachgestellt. Das Ereignis gilt als Ursprung der Krippentradition. (KNA)