Ein Opferstock in einer Kirche.
Münchner Pfarrer Schießler belohnt Einsatz

Wachsamer Küster überführt Opferstock-Diebe – gleich zweimal

Diese Diebe haben ihre Rechnung ohne den Küster gemacht: Innerhalb von zwei Tagen wollten zwei Täter in einer Münchner Kirche das Geld aus dem Opferstock entwenden. Beide Male konnte der Sakristan sie der Polizei übergeben – der Technik sei Dank.

München - 10.03.2020

Ein wachsamer Küster hat in der Münchner Kirche Heilig Geist innerhalb von zwei Tagen zwei Opferstock-Diebe überführt. Das berichtet der "Münchner Merkur" (Montag). Dem 30-jährigen Alexander Kastner fiel demnach am Donnerstagabend vergangener Woche auf, wie sich ein Mann am Opferstock herumdrückte. Um ihn genauer beobachten zu können, setzte sich Kastner in eine der Kirchenbänke, zückte sein Smartphone und hatte damit einen Blick auf die 16 installierten Kirchen-Kameras. Sein Verdacht bestätigte sich umgehend: Der Unbekannte habe mithilfe eines doppelseitigen Klebebands versucht, Scheine und Münzen aus den Kästen zu ziehen, so der Küster.

Kastner verließ daraufhin kurz die Kirche, winkte einem vorbeifahrenden Streifenwagen und wenig später nahmen die beiden Polizisten den Mann bereits fest, wie die Zeitung berichtet. Einen Tag später sei dann offenbar ein Komplize des ersten Diebes aufgetaucht. Erneut habe der Küster die Polizei gerufen, so dass auch der zweite Täter habe gefasst werden können. Pfarrer Rainer Maria Schießler lobte den Einsatz von Kastner. Als Dankeschön wolle er den Küster, mit dem er die Leidenschaft des Motorradfahrens teile, auf einen Ausflug einladen. Außerdem werde es für seinen Mitarbeiter noch zwei Tage Sonderurlaub geben, wie der "Münchner Merkur" schreibt. (KNA)