Er berät Bischof und Generalvikar bei der Bistumsleitung

Bistum Eichstätt holt neuen "Amtschef" aus der Erzdiözese Paderborn

Aktualisiert am 27.03.2020  –  Lesedauer: 

Eichstätt ‐ Die Diözese Eichstätt setzt künftig auf einen Laien als Leiter ihres Ordinariats: Der nun bekanntgegebene "Amtschef" übernimmt die Verwaltung und wird Bischof und Generalvikar bei der Bistumsleitung unterstützen.

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Das Bistum Eichstätt stellt seine Verwaltung personell neu auf: Thomas Schäfers (55) wird zum 1. Juni neuer Amtschef und Leiter der Hauptabteilung "Zentralverwaltung im Bischöflichen Ordinariat", wie die Diözese am Freitag mitteilte. In der neuen Position des Amtschefs verantwortet Schäfers demnach die Verwaltungsorganisation des Ordinariats und berät Bischof und Generalvikar bei der Bistumsleitung.

Schäfers ist laut Mitteilung seit 28 Jahren im Erzbistum Paderborn beschäftigt. Dort leitet er die Hauptabteilung Personal und Verwaltung. Zuvor war er Pressesprecher und Leiter der Presse- und Informationsstelle sowie Bildungsreferent und stellvertretender Direktor des Sozialinstituts "Kommende" des Erzbistums Paderborn in Dortmund. Noch früher arbeitete er als PR-Berater in Frankfurt am Main. Schäfers hat in Wien und Paderborn Theologie studiert.

Dass ein Laie neben dem Generalvikar die diözesene Verwaltung übernimmt, ist ein neues Modell, das auch in anderen Bistümern jüngst eingeführt wurde. Die Erzdiözese München und Freising hatte Anfang Oktober bekanntgegeben, dass die Juristin Stephanie Herrmann ab 1. Januar das Erzbischöfliche Ordinariat München leiten wird. Als "Amtschefin" werde sie in erster Linie für die operative Verwaltungstätigkeit zuständig sein, hieß es. Der neue Generalvikar Christoph Klingan wird sich demnach vorrangig um die strategischen, inhaltlichen und theologischen Fragen kümmern. Hermann und Klingan werden ihren Dienst gemeinsam antreten. (tmg/KNA)