Viele Kirchen in den roten Zahlen

Frankreichs Kirche bittet um Corona-Sonderspenden

Aktualisiert am 06.06.2020  –  Lesedauer: 

Paris ‐ In Frankreich gibt es keine Kirchensteuer und durch die vielen ausgefallenen Messen sind die Einnahmen knapp geworden. Die Kirche in Frankreich wendet sich deshalb an ihre Gläubigen, um die großen Ausfälle zu kompensieren.

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Frankreichs katholische Bischöfe und Pfarreien bitten die Gläubigen nach dem Corona-Lockdown um Sonderspenden. Ausgefallene Gottesdienste an zehn Sonntagen und über Ostern, abgesagte Taufen und Hochzeiten sowie fehlender Tourismus hätten viele Kirchen und Gemeinden in die Roten Zahlen gebracht, berichtet die Zeitung "La Croix" (Wochenende). Der Vize-Generalsekretär der Französischen Bischofskonferenz, Ambroise Laurent, bezifferte die Ausfälle auf mindestens 40 bis 50 Millionen Euro.

Daher bitte man vom 11. Juni bis 2. Juli um besondere Freigiebigkeit, um das Kirchenleben weiter gewährleisten zu können. Anders als in Deutschland gibt es in Frankreich keine Kirchensteuer. Die Kirche finanziert sich dort zu großen Teilen aus freiwilligen Spenden, Messstipendien und Verkäufen etwa von Kerzen, Broschüren und Andenken. (KNA)