Deutliche Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland

Umfrage: 29 Prozent der Deutschen glauben an göttliche Wunder

Aktualisiert am 17.09.2020  –  Lesedauer: 

Erfurt ‐ Wunder gibt es immer wieder? Was für Katja Ebstein noch selbstverständlich war, gilt mit Blick auf göttliche Wunder nur mehr für eine Minderheit: Gerade noch 29 Prozent der Bundesbürger glauben laut einer aktuellen Umfrage an Wunder Gottes.

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29 Prozent der Deutschen glauben, dass Gott auch heute noch Wunder vollbringt. Das ist das Ergebnis einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Erfurter Markt- und Sozialforschungsinstituts "INSA-Consulere" im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur "idea". 45 Prozent der Befragten gaben dagegen an, nicht an göttliche Wunder zu glauben, 18 Prozent antworteten mit "Weiß nicht", 8 Prozent machten keine Angabe. Für die Erhebung wurden den Angaben zufolge zwischen dem 11. und 14. September 2.036 erwachsene Personen befragt.

Von den jüngeren Befragten zwischen 18 und 29 Jahren äußerten 39 Prozent, an durch Gott gewirkte Wunder zu glauben; unter den 50- bis 59-Jährigen waren es dagegen nur 24 Prozent und bei den über 60-Jährigen 28 Prozent. Einen deutlichen Unterschied ergab die Umfrage zudem zwischen Ost- und Westdeutschland: Während in den westlichen Bundesländern 32 Prozent an göttliche Wunder glauben, sind es in den ostdeutschen Bundesländern mit ihrer deutlich geringeren Kirchenbindung nur 17 Prozent.

Unterschiede zeigen sich zudem bei den verschiedenen Konfessionen: Während von den muslimischen Befragten 68 Prozent die Ansicht vertraten, dass Gott auch heute noch Wunder vollbringt, stimmten bei den christlichen Konfessionen 60 Prozent der Freikirchler dieser Aussage zu, bei den Katholiken 39 Prozent und bei den landeskirchlichen Protestanten 37 Prozent. Bei den Konfessionslosen glauben 8 Prozent an göttliche Wunder. Unter Befragten mit Migrationshintergrund ist der Wunderglaube schließlich mit 48 Prozent deutlich weiter verbreitet als bei Deutschen ohne Migrationshintergrund (26 Prozent). (stz)