Jürgen Vorndran
Nach anonymen Vorwürfen gegen Jürgen Vorndran – Termin für Amtseinführung steht

Ermittlungen gegen designierten Würzburger Generalvikar eingestellt

Seine Amsteinführung wurde bis zur Klärung verschoben: Anonyme Vorwürfe hatten zu Vorermittlungen gegen den ernannten Würzburger Generalvikar Jürgen Vorndran geführt. Nun gibt es Neuigkeiten zum Fall – und der neue Termin der Amtseinführung steht.

Würzburg - 18.09.2020

Die Staatsanwaltschaft Würzburg hat Vorermittlungen gegen den designierten Generalvikar Jürgen Vorndran eingestellt. Es gebe keine Anhaltspunkte für strafbare Handlungen, sagte ein Sprecher am Freitag auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Grundlage für das Verfahren war ein anonymes Schreiben, das unter anderem an das Bischöfliche Ordinariat ging. Das Bistum hatte den Vorgang Anfang September öffentlich gemacht. Bischof Franz Jung wird Vorndran nun am Montag, 21. September, in sein Amt als Generalvkkar einführen, wie das Bistum Würzburg am Freitag mitteilte.

Vorndran selbst hatte Jung gebeten, die Amtseinführung bis zur Klärung der Vorwürfe zu verschieben. Gleichzeitig stellte er Strafanzeige gegen Unbekannt. Die Ermittlungen hierzu seien ebenfalls eingestellt, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der Täter habe nicht ermittelt werden können.

Vorndran: Alle Vorwürfe unzutreffend

Vorndran hatte bereits Anfang September betont, dass alle Vorwürfe unzutreffend seien. Um welche es sich handele, wollten weder Bistum noch Staatsanwaltschaft sagen. Die Diözese erklärte, dass auch kirchliche Stellen diese prüften. Eigentlich sollte Vorndran (53) bereits am 7. September Generalvikar Thomas Keßler (65) nachfolgen. Dieser hatte das Amt seit 2015 inne und gab es auf eigenen Wunsch ab. Derzeit leitet der stellvertretende Generalvikar Stefan Rambacher die Bistumsverwaltung noch kommissarisch.

Vorndran ist seit 2008 Dompfarrer in Würzburg. Dort setzte er sich für die Konzeption eines "Urbanen Raums" ein, in dem die Gemeinden der Stadt sowie im Umland miteinander vernetzt werden sollen. Seit 2009 ist er Ordinariatsrat und Domkapitular, im Jahr 2010 wurde er zum Dekan ernannt. Zudem ist er seit 2011 Pfarrer von Sankt Gertraud und Stift Haug und damit Leiter der Pfarreiengemeinschaft Würzburg-Innenstadt.

Der Generalvikar ist der persönliche Stellvertreter des Bischofs in allen Verwaltungsaufgaben. Er handelt in dessen Auftrag und mit gleicher Vollmacht. Deshalb wird er gern als das "Alter Ego" (das andere Ich) des Diözesanbischofs bezeichnet. (tmg/KNA)

18.9., 12 Uhr: Ergänzt um Termin Amtseinführung.