Das Weltjugendtagskreuz wird übergeben
Diözesane Jugendtage künftig nicht mehr an Palmsonntag

Von Panama nach Portugal: Weltjugendtagskreuz übergeben

Es ist sozusagen der spirituelle Startschuss für einen Weltjugendtag: die Übergabe des Kreuzes vom vorigen an das künftige Gastgeberland. Jugendliche aus Panama haben das Kruzifix deshalb heute jungen Portugiesen anvertraut – mit einer Neuerung.

Vatikanstadt - 22.11.2020

In Rom ist das Weltjugendtagskreuz von Panama an Portugal übergeben worden. Die Zeremonie fand im Rahmen einer Papstmesse am Sonntag im Petersdom statt. Eine Delegation aus Panama, wo 2019 der letzte Weltjugendtag stattfand, reichte das schlichte Holzkreuz sowie eine Marien-Ikone an Vertreter aus Portugal weiter. 2023 richtet Lissabon das üblicherweise alle drei Jahre organisierte internationale Großtreffen junger Katholiken aus. Wegen der Corona-Pandemie hatte der Vatikan den Zeitplan um ein Jahr verschoben.

Die zwischen den Welttreffen stattfindenden diözesanen Jugendtage sollen vom kommenden Jahr an jeweils am Christkönigsonntag statt wie bisher an Palmsonntag abgehalten werden. Das teilte Papst Franziskus mit. Die Verlegung vom Sonntag vor Ostern auf den Sonntag vor der Adventszeit habe er nach Anhörung zuständiger kirchlicher Stellen getroffen. Im Zentrum bleibe "das Geheimnis Jesu Christi als Erlöser des Menschen". An die Jugendlichen gewandt, sagte der Papst: "Schreit mit eurem Leben heraus, dass Christus lebt und herrscht! Wenn ihr schweigt, werden die Steine schreien."

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Ursprünglich sollte die Übergabe des Weltjugendtagskreuzes vergangenen Palmsonntag auf dem Petersplatz stattfinden, wurde pandemiebedingt aber auf das Christkönigsfest an diesem Sonntag verlegt. Neben dem Holzkreuz begleitet eine Kopie der Ikone "Salus Populi Romani" aus der römischen Basilika Santa Maria Maggiore die Veranstaltungen. An der Messe im Petersdom nahmen rund 100 Gäste teil, darunter diplomatische Vertreter der beiden Gastgeberländer.

In seiner Predigt rief Franziskus die jungen Menschen auf, nicht ihre großen Träume aufzugeben. Gott wolle, dass sie "froh und kühn nach hohen Zielen streben". Der Papst weiter: "Er hat uns die Fähigkeit zu träumen gegeben, damit wir uns für die Schönheit des Lebens entscheiden." Wer nicht nach Lebenszielen frage, laufe Gefahr, jahrelang an sich selbst zu denken, "ohne wirklich anzufangen zu lieben".

Der richtige Weg seien die Werke der Barmherzigkeit, sagte der Papst. Beim Urteil über den einzelnen stütze sich Gott auf dessen Lebensentscheidungen. "Ob wir gut oder schlecht sind, hängt von uns ab. Er zieht nur die Konsequenzen aus unseren Entscheidungen, er bringt sie ans Licht und respektiert sie", sagte Franziskus. (KNA)