Papst sagt erneut Termine wegen Schmerz-Attacke ab
Ischias-Anfall verursacht bei Franziskus starke Schmerzen in den Beinen

Papst sagt erneut Termine wegen Schmerz-Attacke ab

Bereits um den Jahreswechsel herum musste Franziskus Gottesdienste wegen starker Ischias-Schmerzen absagen. Nun plagen den Papst wieder Nervenschmerzen in den Beinen, weshalb er wichtige Termine nicht wahrnehmen kann – jedoch lässt er nicht alles ausfallen.

Vatikanstadt - 23.01.2021

Papst Franziskus hat erneut einen Ischias-Anfall erlitten. Er könne deshalb eine für Sonntag geplante Messe im Petersdom nicht feiern, teilte ein Sprecher am Samstagabend mit. Auch zwei weitere Termine am Wochenanfang sagte er ab. Es ist das zweite Mal binnen vier Wochen, dass das 84-jährige Kirchenoberhaupt wegen starker Nervenschmerzen in den Beinen wichtige Zeremonien ausfallen lässt.

An Stelle des Papstes zelebriere Erzbischof Rino Fisichella den Gottesdienst zum sogenannten Sonntag des Wortes Gottes, sagte Vatikansprecher Matteo Bruni. Der am Montag vorgesehene Neujahrsempfang des Diplomatischen Corps werde auf ein späteres Datum verschoben. Dem Abschluss der weltweiten Gebetswoche für die Einheit der Christen am frühen Montagabend in der römischen Basilika Sankt Paul vor den Mauern stehe der Präsident des päpstlichen Ökumene-Rats Kardinal Kurt Koch vor.

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Hingegen wolle Franziskus das übliche Angelusgebet am Sonntagmittag im Apostolischen Palast sprechen, so der Sprecher weiter. Das Gebet, das mit einer kurzen Ansprache und Grüßen an Gläubige verbunden ist, wird unter Corona-Bedingungen nicht am offenen Fenster gehalten, sondern aus der päpstlichen Bibliothek per Fernsehen und Livestream im Internet übertragen.

Erstmals an Silvester musste der 84-Jährige seine Teilnahme an Zeremonien absagen. Den ersten öffentlichen Gottesdienst feierte er erst wieder am 6. Januar. Franziskus leidet seit langem an Hüftproblemen. Auch Ischiasneuralgien ereilten ihn schon vor seiner Papstwahl 2013. Anfang März plant das Kirchenoberhaupt eine viertägige Reise in den Irak, die erste Auslandsvisite seit anderthalb Jahren. Aufgrund der Corona-Pandemie und der Sicherheitslage in dem Land ist jedoch unklar, ob der Besuch stattfinden kann. (rom/KNA)