Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer
Analogien und Ähnlichkeiten mit dem Ehebund vermeiden

Voderholzer begrüßt Vatikan-Absage für Segnungen homosexueller Paare

Nicht einmal eine Stunde nach Veröffentlichung des Schreibens aus Rom antwortet der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer: Er begrüßt das klare Nein der Glaubenskongregation zur Segnung homosexueller Partnerschaften und ist dem Papst dankbar.

Regensburg - 15.03.2021

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer begrüßt die Absage der Glaubenskongregation an Segnungen für homosexuelle Partnerschaften. Als erster deutscher Bischof äußerte er sich in einer Pressemitteilung seines Bistums am Montag, in der er sich bei Papst Franziskus für die Klarstellung zu der Frage bedankt. Die Glaubenskongregation hatte zuvor ein "Responsum" auf die Frage veröffentlicht, ob die Kirche die Vollmacht habe, homosexuelle Partnerschaften zu segnen. "Mit dem Papst und den Mitgliedern der Familiensynode von 2015 unterstreiche ich zugleich, 'dass jeder Mensch, unabhängig von seiner sexuellen Orientierung, in seiner Würde geachtet und mit Respekt aufgenommen werden soll und sorgsam zu vermeiden ist', ihn 'in irgendeiner Weise ungerecht zurückzusetzen'", so Voderholzer mit Verweis auf das Nachsynodale Schreiben "Amoris Laetitia" von Papst Franziskus.

Die Glaubenskongregation bekräftige mit ihrem Responsum die Lehre der Kirche. In Amoris Laetitia hatte Papst Franziskus betont, dass es "keinerlei Fundament" dafür gebe, Verbindungen zwischen homosexuellen Personen der Ehe gleichzustellen. "Mit der Weisung, Analogien und Ähnlichkeiten mit dem Ehebund auch in einem weiteren Sinne zu vermeiden, ist die Segnung von Verbindungen zwischen homosexuellen Personen ausgeschlossen", so Voderholzer.

Am Montag hatte die Glaubenskongregation die Frage, ob die Kirche die Vollmacht habe, Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts zu segnen, mit einem knappen "Nein" beantwortet. In einer erläuternden Note führte die Kongregation dabei aus, dass Homosexualität nicht in den Schöpfungsplan Gottes eingeschrieben sei und daher eine Segnung von homosexuellen Partnerschaften nicht möglich sei. Das Vorhandensein positiver Elemente in gleichgeschlechtlichen Beziehungen rechtfertige keinen Segen, "weil diese Elemente im Dienst einer Verbindung stehen, die nicht auf den Plan des Schöpfers hingeordnet ist", so die erläuternde Note. (fxn)