"#HierWirdGeimpft": Bätzing und weitere Bischöfe rufen zu Impfung auf
Bundesweite Aktionswoche für Corona-Impfungen

"#HierWirdGeimpft": Bätzing und weitere Bischöfe rufen zu Impfung auf

"Lassen Sie sich impfen! Wir haben alle Verantwortung füreinander. Ich bin dabei, weil mir meine Nächsten wichtig sind – überall": Der DBK-Vorsitzende und weitere deutsche Bischöfe unterstützen die bundesweite Aktionswoche "#HierWirdGeimpft".

Bonn/Berlin - 13.09.2021

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Georg Bätzing, unterstützt die bundesweite Aktionswoche "#HierWirdGeimpft" vom 13. bis 19. September. "Lassen Sie sich impfen! Wir haben alle Verantwortung füreinander. Ich bin dabei, weil mir meine Nächsten wichtig sind - überall", schrieb der Limburger Bischof am Wochenende auf der Facebook-Seite seines Bistums.

Das Bistum verwies darauf, dass auch beim Limburger Kreuzfest von Donnerstag bis Sonntag beispielsweise vor dem Bischöflichen Ordinariat "die Ärmel hochgekrempelt" werden könnten. Unter www.hierwirdgeimpft.de könnten in einer interaktiven Übersicht weitere Möglichkeiten der Impfung vor Ort gefunden werden.

Auch der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann unterstützt die bundesweite Aktionswoche. "Lassen Sie sich impfen und ermutigen Sie auch andere dazu", sagte Wiesemann zum Start der Aktionswoche. Er zitierte Papst Franziskus, die Corona-Impfung sei ein "Ausdruck der Verantwortung für unsere Kinder und alle, die sich nicht impfen lassen können". Wenn es gelinge, die Impfquote zu erhöhen, sei eine schnellere Rückkehr zum Alltag ohne Abstand und Maske möglich, sagte Wiesemann.

Corona "nur durch Impfungen zu besiegen"

Der Erfurter Bischof Ulrich Neymeyr sagte, das Corona-Virus sei "nur durch Impfungen zu besiegen". Zudem müsse der Impfstoff allen Menschen weltweit zu Verfügung stehen: "Schließlich ist das Virus auch weltweit aktiv." Auch er selbst habe sich impfen lassen, sobald er an der Reihe gewesen sei, erklärte der Bischof. Skeptikern rate er "die Beipackzettel der Medikamente zu lesen, die sie einnehmen. Alle Medikamente haben Risiken und können Nebenwirkungen haben. Aber der Nutzen überwiegt in den allermeisten Fällen doch bei weitem und kommt, besonders wenn es um Covid-19 geht, nicht nur den Geimpften, sondern allen Menschen zugute." Der Rottenburger Bischof Gebhard Fürst schrieb auf Twitter, es gehe darum, sich selbst und andere zu schützen. Auch in der Kirche sei nur durch Impfungen eine Rückkehr zur Normalität möglich.

In der vergangenen Woche hatten bereits mehrere Bischöfe einmal mehr zur Corona-Impfung aufgerufen. So wandte sich der Freiburger Erzbischof Stephan Burger an alle, die bislang noch unentschlossen sind: "Lassen Sie sich über eine Impfung beraten. Schützen Sie damit sich selbst und alle, mit denen Sie in Kontakt kommen." Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hatte eindringlich an Kirchengemeinden appelliert, auch "ungewöhnliche Orte" für Impfaktionen anzubieten. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, rief Erwachsene dazu auf, sich zum Schutz von Kindern gegen Corona impfen zu lassen.

Bereits Ende Juli hatte der Konferenzvorsitzende Bätzing für eine Impfung geworben. Man werde das Corona-Virus nur besiegen, "wenn wir alle gemeinschaftlich und solidarisch an einem Strang ziehen". Das Bundesgesundheitsministerium wirbt mit der Kampagne "#HierWirdGeimpft!", um die fast stagnierende Impfquote zu erhöhen. (tmg/KNA)

13.9., 16:05 Uhr: Ergänzt um Fürst.