Es erscheine als "Kloster der Moderne"

"German Design Award" ehrt Augsburger Gebetshaus

Aktualisiert am 16.11.2021  –  Lesedauer: 
Im Gebetsraum des "Gebetshauses" wird 24 Stunden am Tag gebetet.
Bild: © katholisch.de

Augsburg/Frankfurt ‐ Anerkennung für das überregional bekannte Gebetshaus in Augsburg: Für seine "bemerkenswerte Designleistung in der Kategorie Architektur" wurde es jetzt von der Jury des "German Design Award" gewürdigt.

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Das Augsburger Gebetshaus ist von der Jury des "German Design Award" gewürdigt worden. Die Fachleute erkannten der vom katholischen Theologen Johannes Hartl geführten Einrichtung eine "spezielle Erwähnung" zu. Diese habe sich das Gebetshaus für seine "bemerkenswerte Designleistung in der Kategorie Architektur" verdient, teilte der verantwortliche Rat für Formgebung am Dienstag in Frankfurt mit. Das Gebetshaus erscheine als "Kloster der Moderne".

Das Augsburger Gebetshaus ist überregional dafür bekannt, dass dort seit mehr als zehn Jahren rund um die Uhr gebetet wird. Es befindet sich in einem ehemaligen Fitnessstudio, dessen Räume umgebaut und ergänzt wurden. Die Einrichtung umfasst unter anderem eine Kapelle, ein Cafe und ein Gästehaus, alles erbaut und eingerichtet nach aktuellen ästhetischen Gepflogenheiten. Hartl (42) hatte zuletzt angekündigt, die Führungsverantwortung für das Gebetshaus aufzusplitten. "Dort ziehe ich mich tatsächlich langsam aus dem exekutiven Alltagsgeschäft zurück", sagte Hartl im Oktober. "Es läuft ein Prozess, die Gebetshaus-Leitung auf mehr und jüngere Schultern zu verteilen. Das Gebetshaus soll langfristig bestehen, unabhängig von einer bestimmten Person."

Den "German Design Award" vergibt der Rat für Formgebung nach eigenen Angaben seit zehn Jahren jährlich. Der Rat selbst wurde demnach 1953 auf Initiative des Deutschen Bundestages als Stiftung gegründet und unterstützt die Wirtschaft dabei, Markenmehrwert durch Design zu erzielen. (tmg/KNA)