Pädagogin will Bedürfnisse von jungen Menschen in den Mittelpunkt rücken

Lena Bloemacher ist neue BDKJ-Bundesvorsitzende

Aktualisiert am 06.12.2021  –  Lesedauer: 

Düsseldorf ‐ Der BDKJ-Vorstand ist wieder komplett. Nachdem im Frühjahr keine Nachfolgerin für Lisi Maier gewählt werden konnte, steht nun die neue Frau an der Spitze der katholischen Jugendverbände fest: die Kölner Pädagogin Lena Bloemacher.

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Die 38-jährige Erziehungswissenschaftlerin Lena Bloemacher ist neue Vorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Die Kölnerin wurde am Wochenende durch eine außerordentliche BDKJ-Hauptversammlung mit großer Mehrheit als Nachfolgerin von Lisi Maier gewählt, wie der Verband am Sonntag mitteilte. Einen Schwerpunkt will Bloemacher auf Jugendbeteiligung und jugendpolitische Interessensvertretung legen. "Die Erfüllung von Grundbedürfnissen von Kindern und Jugendlichen muss stärker in den Blick der Politik rücken", so Bloemacher in ihrer Bewerbungsrede: "Während der Corona-Pandemie standen junge Menschen zu wenig im Fokus. Aber Jugendarbeit braucht verlässliche Strukturen und ich möchte dazu beitragen, ehrenamtliches Engagement zu ermöglichen." Mit Blick auf die Kirche betonte sie, dass ein Aufbruch dringender denn je sei: "Es ist nicht die Frage ob, sondern wie sich die Kirche verändern muss", so Bloemacher weiter. Frauen müssten alle Positionen in der Kirche offenstehen.

Mit der Wahl der ehemaligen Diözesanleiterin der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) im Erzbistum Köln ist der vierköpfige Bundesvorstand nach gut einem halben Jahr Vakanz der Stelle der hauptamtlichen Bundesvorsitzenden wieder voll besetzt. Bloemacher leitet den BDKJ künftig mit dem hauptamtlichen Vorsitzenden Gregor Podschun, der ehrenamtlichen Vorsitzenden Daniela Hottenbacher und dem Bundespräses Stefan Ottersbach. Bei der regulären Hauptversammlung im Mai wurde die damalige Kandidatin für den hauptamtlichen Bundesvorsitz nicht gewählt.

Die BDKJ-Hauptversammlung ist das höchste beschlussfassende Gremium des Dachverbands der katholischen Jugendverbände. Aufgrund der Corona-Pandemie fand sie erneut rein digital statt. Neben der Wahl der Bundesvorsitzenden sprachen sich die Delegierten dafür aus, Kinder und Jugendliche darin zu unterstützen, eine lebendige Gottesbeziehung zu finden und vielfältige Gottesbilder ermöglichen. "Wir wollen uns damit beschäftigen, wie wir uns den Glauben an Jesus Christus aneignen können, ohne damit patriarchale, rassistische oder andere ausschließende Denkmuster in unsere Gottesvorstellung einzutragen", so Bundespräses Ottersbach. Der BDKJ rege daher an, "bei Gebeten, Impulsen, Gottesdiensten und bei anderen Gelegenheiten vielfältigeren Gottesbildern Raum zu geben. Denn wie wir von Gott sprechen, prägt auch, wie wir von Menschen denken", heißt es im Beschluss "Vielfalt der Gottesbilder". (fxn)