Reihentestungen bei Mönchen

Neuer Corona-Ausbruch in Benediktinerabtei Münsterschwarzach

Aktualisiert am 23.02.2022  –  Lesedauer: 
Bild: © KNA

Münsterschwarzach ‐ In der Abtei Münsterschwarzach gibt es einen neuen Corona-Ausbruch: Insgesamt zwölf Ordensmänner sind infiziert. Das hat auch Auswirkungen auf einen Gerichtsprozess, der gegen einen der Mönche geführt wird.

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In der Benediktinerabtei Münsterschwarzach in der Nähe von Würzburg gibt es einen neuen Corona-Ausbruch. Von den 86 Mönchen hätten sich 12 mit dem Coronavirus infiziert, teilte das Kloster am Mittwoch mit. Anders als beim Corona-Ausbruch im April 2021 könnten jedoch die Gottesdienste und Gebetszeiten wegen des großen Abstandes mit Gästen weiter stattfinden. Ebenfalls weiter läuft auch der Betrieb im Gästehaus, der Schule und den Geschäften des Klosters.

Zunächst seien am Samstag vier Brüder positiv auf das Virus getestet worden, hieß es. Bei anschließenden Reihentestungen wurden weitere Ansteckungen innerhalb des Mönchkonvents festgestellt. "Es ist daher trotz Schutzmaßnahmen nicht ausgeschlossen, dass die Anzahl der Fälle noch steigen kann", so die Abtei.

Quarantäne im April 2021

Bereits im April vergangenen Jahres hatte es sechs Fälle in Münsterschwarzach gegeben. Daraufhin hatten sich die Mönche in Quarantäne gegeben, unter anderem wurde die Klosterkirche zeitweise geschlossen.

Wegen des aktuellen Ausbruchs wird keiner der Mönche am Freitag zum Prozess gegen einen der Brüder des Klosters an das Landgericht in Bamberg kommen. Abraham Sauer muss sich dort im Zusammenhang mit Kirchenasyl verantworten, die Verhandlung findet ohne ihn statt. Es steht noch nicht fest, ob an dem Tag bereits ein Urteil gesprochen wird. (cph)