Größte Zustimmung bei Freikirchlern und Muslimen

Jeder sechste Deutsche glaubt an Existenz des Teufels

Aktualisiert am 23.03.2022  –  Lesedauer: 

Wetzlar ‐ Die Bibel berichtet wie selbstverständlich vom Teufel, doch in einer modernen Gesellschaft glauben nicht mehr viele Menschen an die Existenz des Satans. In Deutschland hält aber noch jeder Sechste die Personifikation des Bösen für real.

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In Deutschland glaubt jeder Sechste (17 Prozent) an die Existenz des Teufels. 58 Prozent der Deutschen nehmen hingegen nicht an, dass der Satan tatsächlich existiert, ergab eine am Dienstag vom Nachrichtenportal "Idea" veröffentlichte Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts "Insa-Consulere" aus Erfurt. 16 Prozent der Deutschen antworteten auf die Frage nach der Existenz des Teufels, dass sie es nicht wüssten, neun Prozent machten keine Angabe. Unter den Angehörigen einer Freikirche glauben 39 Prozent an die reale Existenz des Höllenfürsten, während dieser Anteil unter Katholiken (19 Prozent) und Protestanten (18 Prozent) deutlicher geringer ist. 40 Prozent der befragten Muslime halten den Teufel für real, bei Konfessionslosen sind es neun Prozent.

In Westdeutschland halten 18 Prozent den Teufel für existent, im Osten der Bundesrepublik sind es nur elf Prozent. Mit höher Schulbildung nimmt der Glaube an die Existenz des Satans ab: Während in der Gruppe der Menschen ohne Schulabschluss 24 Prozent an den Leibhaftigen glauben, sind es bei Bürgern mit einem Hauptschulabschluss 20 Prozent, bei Realschulabsolventen 18 Prozent und bei Menschen mit der allgemeinen Hochschulreife 15 Prozent. Bei den Anhängern der unterschiedlichen politischen Parteien liegen die AfD-Sympathisanten (22 Prozent) vorne. 19 Prozent der Unionswähler glauben an den Teufel, gefolgt von den Anhängern der SPD (17 Prozent), der Linken (13 Prozent) sowie der FDP und der Grünen (beide zwölf Prozent). Für die Erhebung wurden über 2.000 Erwachsene befragt. (rom)