"Die Leute sind keine kleinen Kinder"

Leiter von katholischem Büro fordert von Pfarreien Corona-Lockerungen

Aktualisiert am 24.03.2022  –  Lesedauer: 

Köln ‐ In NRW gelten für Gottesdienste keine Zugangsbeschränkungen mehr. Manche Gemeinden ergreifen dennoch freiwillig Corona-Maßnahmen. Den Leiter des katholischem Büros, Antonius Hamers, ärgert dieses Vorgehen.

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Der Vertreter der katholischen Kirche beim nordrhein-westfälischen Landtag, Antonius Hamers, fordert Pfarreien auf, die Corona-Lockerungen umzusetzen. Die Gemeinden sollten zum Beispiel keine Anmeldungen zu Gottesdiensten mehr verlangen, sagte der Leiter des katholischen Büros NRW am Donnerstag dem Kölner Online-Portal "domradio.de". "Die Leute sind keine kleinen Kinder", so Hamers. Nach zwei Jahren Pandemie wüssten viele Menschen, was sie tun und lassen sollten. "Die Leute werden ferngehalten, statt eingeladen zu werden. Das ist extrem ärgerlich." In NRW gelten für Gottesdienste keine Zugangsbeschränkungen. Manche Gemeinden ergreifen diese Maßnahme jedoch freiwillig.

Laut aktueller Corona-Schutzverordnung müssen Gottesdienstteilnehmende nach wie vor Maske tragen; Abstand halten wird empfohlen. Ebenfalls empfohlen ist eine 2G- oder 3G-Regel für besondere Feste wie Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen. So können Abstände reduziert und die Teilnehmendenzahl erhöht werden. Für Gottesdienste im Freien entfällt die Maskenpflicht.

Über gesonderte Regelungen für die Ostergottesdienste wird erst nach dem 2. April entschieden. Die Weihwasserbecken dürfen den nordrhein-westfälischen Generalvikaren zufolge ab Ostern wieder befüllt werden. Auch könnten die Weihe des Taufwassers in der Osternacht und die Besprengung der Gemeinde damit wie gewohnt erfolgen. Ähnliche Regelungen wie in NRW haben auch die Bistümer in Bayern und Baden-Württemberg getroffen. (tmg/KNA)