Franziskus begrüßte Menschen zu Beginn aus Papamobil

20.000 Teilnehmer: Erste Papstaudienz auf Petersplatz seit zwei Jahren

Aktualisiert am 20.04.2022  –  Lesedauer: 

Vatikanstadt ‐ Eine Tradition kehrt zurück: Nach über zwei Jahren Pandemie-Pause fand am Mittwoch erstmals wieder eine Generalaudienz mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz statt. Unter den rund 20.000 Teilnehmern war auch ein Musikstar.

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Rund 20.000 Teilnehmer haben an der ersten Generalaudienz auf dem Petersplatz seit mehr als zwei Jahren teilgenommen. Das gab der Vatikan am Mittwoch im Anschluss bekannt. Papst Franziskus begrüßte die Menschen auf dem Platz zu Beginn aus seinem Papamobil. Auch der blinde italienische Startenor Andrea Bocelli und seine Frau nahmen teil.

Die Generalaudienz hatte zuletzt am 26. Februar 2020 vor dem Petersdom stattgefunden. Wegen der Pandemie wurden die Audienzen teils ohne Anwesenheit von Gläubigen per Online-Videostream übertragen. Mitunter gab es Begegnungen auf dem kleineren Damasushof im Vatikan. In den vergangenen Wintermonaten fanden die Generalaudienzen wie üblich in der vatikanischen Audienzhalle statt.

Am diesjährigen Palmsonntag (10. April) fand erstmals seit Herbst 2019 wieder eine Papstmesse auf dem Petersplatz statt. Rund 65.000 Menschen nahmen daran teil. Die vermehrte Nachfrage nach Karten für Audienzen und Messen mit dem Papst bestätigten sowohl der Vatikan als auch das deutsche Pilgerbüro.

Papst verurteilt Gewalt gegen ältere Menschen

Bei seiner Ansprache verurteilte der Papst Gewalt und Aggressionen gegen ältere Menschen. Das könne zu Hause passieren, im Pflegeheim, im Berufsleben oder gar auf offener Straßen, klagte der 85-Jährige bei der Generalaudienz. Es sei schlimm, wenn einer Person ihre Schwäche vorgeworfen und sie dafür bestraft werde, so als sei Schwäche ein Fehler.

Franziskus mahnte, dass ältere Menschen niemals als störend oder lästig betrachtet werden dürften. Dabei gehe es nicht nur um den eigenen Vater und die eigene Mutter, es gehe um alle Generationen. Die Liebe zum Leben in allen Phasen, von der Empfängnis bis zum natürlichen Ende, müsse immer gelebt werden. "Bitte, bitte, sorgt für die älteren Menschen. Auch wenn sie Probleme haben mit dem Kopf. Denn sie sind die Präsenz der Geschichte", so der Papst. (tmg/KNA)