Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai

Papst Franziskus dankt Journalisten für ihren Einsatz

Aktualisiert am 01.05.2022  –  Lesedauer: 

Vatikanstadt ‐ "Ich ehre die Journalisten, die persönlich für das Recht der Pressefreiheit bezahlen": Papst Franziskus hat Journalisten für ihren Einsatz und ihre Arbeit gedankt. Außerdem äußerte er sich zur dramatischen Lage in der ukrainischen Stadt Mariupol.

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Papst Franziskus hat Journalisten weltweit für ihren Einsatz und ihre Arbeit gedankt. "Ich ehre die Journalisten, die persönlich für das Recht der Pressefreiheit bezahlen", sagte der 85-Jährige am Sonntag beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz. Er verwies dabei auf den Internationalen Tag der Pressefreiheit, der alljährlich am 3. Mai begangen wird. Im vergangenen Jahr seien 47 Journalisten getötet und Hunderte bei ihrer Arbeit festgenommen worden, so der Papst weiter. Mit dem Gedenktag wird seit rund 20 Jahren auf Verletzungen der Pressefreiheit und die Bedeutung freier Berichterstattung aufmerksam gemacht.

Im Rahmen des Mittagsgebets forderte Franziskus zudem eindringlich das Einrichten humanitärer Korridore in die umkämpfte ukrainische Stadt Mariupol. Die Menschen, die in das dortige Stahlwerk geflüchtet seien, müssten die Stadt verlassen dürfen. "Ich leide und weine, wenn ich an das Leiden des ukrainischen Volkes denke. Wir sind Zeugen eines makabren Rückschritts der Menschheit", klagte das 85-Jährige Kirchenoberhaupt. Er denke besonders an die Kinder und Schwachen, die verschleppt und verstoßen würden. Er frage, sich ob derzeit Frieden angestrebt werde beim Versuche eine weitere militärische Eskalation zu vermeiden. "Lassen wir uns nicht von der Spirale der Waffen mitreißen", so der Appell des Papstes. Die Logik der Gewalt müsse enden, die Waffen schweigen.

Von der ukrainischen Hafenstadt Mariupol sind infolge heftiger Gefechte und russischer Angriffe beinahe nur noch rauchende Trümmer übrig. Tausende Zivilisten sind in der Stadt, die dem Schutz Marias geweiht ist, eingekesselt, unter anderem in einem großen Stahlwerk. Der Versuch, humanitäre Korridore einzurichten, scheiterte mehrfach. Die Versorgungslage ist Berichten zufolge dramatisch. (stz/KNA)