Münsteraner Weihbischof konnte nicht an Treffen teilnehmen

Lohmann: Hätte bei allen Texten der Synodalversammlung mit Ja gestimmt

Aktualisiert am 12.09.2022  –  Lesedauer: 

Münster ‐ Münsters Weihbischof Rolf Lohmann hatte seine Gründe, nicht an der vierten Synodalversammlung des Synodalen Wegs teilzunehmen. Im Nachgang nimmt er dazu Stellung – auch zum abgelehnten Sexualmoral-Text.

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Der Münsteraner Weihbischof Rolf Lohmann hätte nach eigenen Angaben bei allen Texten der vierten Synodalversammlung des Synodalen Wegs mit Ja gestimmt. Neben dem durch Sperrminorität der Bischöfe abgelehnten Text zur Sexualmoral hätte er "alle anderen Papiere ebenso positiv beschieden", sagte Lohmann am Montag dem Portal "kirche-und-leben.de". Das habe er bereits in unterschiedlichen Interviews vor der Synodalversammlung deutlich gemacht. "Für mich stehen die nötigen Reformen bei all den wichtigen Themen ganz vorne auf der Agenda", so der Weihbischof.

Wegen einer Pilgerfahrt nach Oberammergau hatte Lohmann nicht an der Synodalversammlung in Frankfurt teilnehmen können. Allerdings hätte auch seine Anwesenheit keinen Unterschied bei der Abstimmung zum Sexualmoral-Grundtext gemacht: "Mein 'Ja' hätte das Ergebnis nicht verändert", so der Weihbischof. Der Termin der Oberammergau-Wallfahrt habe vor dem der vierten Synodalversammlung festgestanden, daher habe er den zuerst zugesagten Termin gewählt, erklärte der Weihbischof seine Abwesenheit.

"Mir hat es schon leidgetan, nicht dabei gewesen zu sein", sagte Lohmann weiter. Zwischendurch habe er sich jedoch immer wieder zur Synodalversammlung zugeschaltet, soweit das vom Programm der Wallfahrt möglich gewesen sei. "Heute hätte ich dafür gesorgt, einen anderen Termin für die Fahrt zu finden." Die fünfte Synodalversammlung vom 9. bis 11. März 2023 stehe bei ihm dagegen fest im Kalender. "Da werde ich auf jeden Fall dabei sein, wie bei den ersten drei Synodalversammlungen auch", so der Weihbischof. "Hier werde ich mich wieder voll einbringen." (tmg)