Mehr als die Hälfte setzt eher auf göttliche Intervention als auf Medizin

Umfrage in Afrika: Lieber gegen Corona beten als impfen

Aktualisiert am 01.10.2022  –  Lesedauer: 

Johannesburg ‐ Die Corona-Pandemie ist noch lange nicht vorbei. Doch Menschen gehen sehr unterschiedlich damit um: In Afrika setzen die Menschen einer neuen Umfrage zufolge lieber auf das Gebet, anstatt sich impfen zu lassen.

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In mehreren afrikanischen Ländern gelten Gebete als effektivste Waffe im Kampf gegen Covid-19. Zu diesem Ergebnis gelangt eine Erhebung des Instituts Afrobarometer, über die das Magazin "The Continent" (Samstag) berichtet. Demnach gaben 57 Prozent der Befragten an, eher auf göttliche Intervention als auf eine Schutzimpfung zu vertrauen.

Befragt wurden Menschen in 16 afrikanischen Staaten, von Entwicklungsländern wie Liberia oder Togo bis zu fortschrittlicheren wie Mauritius oder Südafrika. Nur knapp ein Viertel sah dem Bericht zufolge Gebete als "weniger wirksames" Mittel gegen das Coronavirus an. 16 Prozent betrachteten Gebet und Impfung als gleichermaßen wirksam.

Laut der kontinentalen Gesundheitsbehörde, den Africa Centres for Disease Control and Prevention, sind derzeit knapp 22 Prozent der afrikanischen Bevölkerung vollständig gegen Covid-19 immunisiert. Die Impfrate schwankt je nach Land erheblich. Während in Burundi 0,2 Prozent geimpft sind, sind es im Inselstaat Seychellen knapp 82 Prozent. (KNA)