Nach Rücktritt von Erzbischof Schick

Erzbistum Bamberg: Weihbischof Gössl zum Diözesanadministrator gewählt

Aktualisiert am 02.11.2022  –  Lesedauer: 

Bamberg ‐ Am Dienstag wurde überraschend der Rücktritt Erzbischof Ludwig Schicks bekannt, einen Tag später ist klar, wer die Erzdiözese Bamberg vorerst leiten wird: Weihbischof Herwig Gössl ist Diözesanadministrator. Auch ein Stellvertreter wurde benannt.

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Nach dem Rücktritt des Bamberger Erzbischofs Ludwig Schick hat das Metropolitankapitel am Mittwoch Weihbischof Herwig Gössl zum Diözesanadministrator gewählt. Er leitet damit das Erzbistum so lange, bis Papst Franziskus einen neuen Erzbischof ernannt hat, wie die Erzdiözese mitteilte. Zum Ständigen Stellvertreter des Administrators wurde demnach der bisherige Generalvikar Georg Kestel ernannt, als dessen Vertreter Domkapitular Heinrich Hohl.

Gössl wurde 1967 in München geboren und 1993 zum Priester geweiht. Nach vierjähriger Kaplanszeit in Bayreuth wurde er Pfarrer in Hannberg und Weisendorf im Dekanat Erlangen. 2007 berief ihn Schick zum Subregens am Bamberger Priesterseminar. Seit 2014 ist er Weihbischof und Dompropst. 2022 übernahm er zudem die Leitung der Hauptabteilung Seelsorge im Erzbischöflichen Ordinariat.

Am Dienstag hatten der Vatikan und das Erzbistum Bamberg zeitgleich mitgeteilt, dass der Papst den Rücktritt von Schick (73) angenommen hat. Als Begründung führte der nun emeritierte Erzbischof an, er wolle bevorstehende wichtige Entscheidungen und Weichenstellungen einem jüngeren Nachfolger überlassen. Für gewöhnlich bieten Bischöfe dem Papst ihren Rücktritt mit 75 Jahren an. (tmg)