Franziskus sendet Grußadresse an neuen Patriarchen der Kirche des Ostens

Papst betet für assyrische Christen

Aktualisiert am 21.09.2015  –  Lesedauer: 
Christenverfolgung

Vatikanstadt/Havanna/Bonn ‐ Papst Franziskus hat dem neuen Patriarchen der assyrischen Kirche des Ostens, Mar Gewargis III. Sliwa, seine Unterstützung zugesagt. Er bete für die leidenden Christen im Nahen Osten. Ein Bischof der syrisch-orthodoxen Kirche wandte sich an Franziskus und bat ebenfalls um Hilfe.

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Die Amtseinführung Gewargis' III. soll nach einem vatikanischen Bericht kommenden Sonntag in Erbil stattfinden. Die Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak war bisher Sitz von Gewargis Sliwa als Metropolit für Irak, Jordanien und Russland. Sein Vorgänger im Patriarchenamt, Dinkha IV., residierte in Chicago.

Franziskus beklagte in seinem Schreiben die "tragische Situation" für Christen und andere religiöse Minderheiten im Nahen Osten. Er bitte Gott um die innere Stärke für die Christen, an ihrem Glauben festzuhalten. Zudem äußerte er den Wunsch nach einer Vertiefung der Freundschaft und des Dialogs zwischen den beiden Kirchen.

Orthodoxer Bischof bittet Papst um Unterstützung

Auch Vertreter anderer Kirchen im Nahen Osten hoffen auf die Unterstützung des Papstes. So wurde Franziskus kurz vor seinem Besuch in Washington vom syrisch-orthodoxen Bischof Maurice Amsih um die Übermittlung einer Botschaft an den US-Präsidenten gebeten. Der Papst möge Barack Obama auffordern, die "Aggression gegen Syrien" zu stoppen; die US-Amerikaner sollten Syrien endlich in Frieden lassen, sagte der Bischof in einem Interview mit der staatlichen kubanischen Nachrichtenagentur "Prensa Latina" (Montag).

Seit Beginn der Syrien-Krise vor mehr als vier Jahren habe Staatspräsident Baschar al-Assad Europa, die Vereinten Nationen und die USA immer wieder gewarnt, dass die "Geißel des Terrorismus" kommen und sich auf der ganzen Welt ausbreiten werde, betonte Amsih. Derzeit, so Amsih, erlebe Syrien ähnliche Massaker an Christen, wie es sie schon vor 100 Jahren gegen Armenier und syrische Christen gegeben habe. Papst Franziskus aber sei "ein Engel", der das "Steuerrad in Richtung Weltfrieden" drehen könne. (kim/KNA)