Aktuelles Treffen findet noch bis Neujahr in Paris statt

Taizé: Nächstes Jugendtreffen Ende 2026 im polnischen Lodz

Veröffentlicht am 31.12.2025 um 08:59 Uhr – Lesedauer: 

Frankfurt am Main/Paris ‐ Seit 1978 lädt die ökumenische Gemeinschaft von Taizé die Jugend Europas zur Jahreswende in eine europäische Großstadt ein. Aktuell findet das Treffen in Paris statt. Und nun steht fest, wo sich die Jugendlichen Ende 2026 versammeln werden.

  • Teilen:

Das nächste europäische Taizé-Jugendtreffen zum Jahreswechsel soll vom 28. Dezember 2026 bis zum 1. Januar 2027 im polnischen Lodz stattfinden. Dies teilte die ökumenische Gemeinschaft am Dienstagabend in Paris auf dem aktuellen christlichen Jugendtreffen mit. Es wäre das sechste in Polen, hieß es weiter. Das erste Treffen in Polen war in Wroclaw (Breslau) zum Jahreswechsel 1989/1990 und fiel mit dem Fall des Eisernen Vorhangs zusammen.

Das zurzeit stattfindende 48. Europäische Treffen versammelt noch bis zum 1. Januar rund 15.000 junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter von 18 bis 35 Jahren aus Europa und der ganzen Welt, darunter 1.000 Ukrainerinnen und Ukrainer, hieß es weiter. Die Jugendlichen sind bei Familien in der gesamten Île-de-France untergebracht. Die Region Île-de-France ist Frankreichs Hauptstadtregion im Pariser Becken. Die Veranstaltung wird getragen von katholischen, protestantischen und orthodoxen Gemeinschaften.

Workshops zu Spiritualität, Ökologie und Ökumene

Die Jugendlichen kommen bei diesen Treffen zusammen, um gemeinsam zu beten, für einige Tage in einer Ortskirche mitzuleben und über Themen wie Völkerverständigung, Frieden, Glauben und soziales Engagement nachzudenken. Die Gebete finden den Angaben zufolge morgens in den örtlichen Kirchen sowie mittags und abends in rund zehn Kirchen im Zentrum von Paris statt. Dazu werden Workshops zu unterschiedlichen Themen angeboten, etwa über Spiritualität, Ökologie und Ökumene.

Die ökumenische Gemeinschaft von Taizé gilt heute als eines der bedeutendsten spirituellen Zentren der Christenheit. Sie wurde in den 1940er Jahren von dem reformierten Theologen Roger Schutz gegründet. Der damals 25-jährige Pfarrerssohn aus der Schweiz wollte in der Zeit des Zweiten Weltkriegs "die Zerrissenheit unter den Christen und die Konflikte in der Menschheit" überwinden helfen. Dazu zog er sich in das kleine Dorf Taizé bei Cluny in Südburgund (Frankreich) zurück. Seit Ende 2023 ist der Brite Frère Matthew, mit bürgerlichem Namen Andrew Thorpe, der dritte Prior von Taizé. (epd)