Papst verurteilt Mitwirkung an Hexenverfolgungen und Ketzerverbrennungen

"Kirchliche Hexenverfolgung war Unrecht"

Aktualisiert am 12.04.2016  –  Lesedauer: 
Geschichte

Vatikanstadt  ‐ Papst Franziskus hat die kirchliche Mitwirkung an Hexenverfolgungen und Ketzerverbrennungen als Unrecht angeprangert. Es seien Verurteilungen "mit dem Wort Gottes gegen das Wort Gottes" gewesen, so das Kirchenoberhaupt.

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Die Beschuldigten seien verbrannt worden, "weil sie sich nach Meinung der Richter nicht dem Wort Gottes anpassten", so der Papst laut der vatikanischen Tageszeitung "Osservatore Romano". Als historisches Beispiel nannte er die heilige Jeanne d'Arc (1412-1431). Schuld an diesen Exzessen seien "Buchstabengelehrte", für die nur ihr "Schema von Gesetzen" und die "vielen Worte und Dinge, die sie konstruiert" hätten, wichtig seien, erklärte Franziskus in seiner Predigt. Biblisches Vorbild für eine solche Vorgehensweise sei die Steinigung des Stephanus, den die Schriftgelehrten zu Unrecht beschuldigt hätten, er lästere gegen Mose und Gott. (KNA)