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Papst-Rücktritt
Rom, Petersdom, Kuppel, Gitter, versteckt, Vatikan
Der neue Papst wird sich mit den Unterlagen zur Affäre beschäftigen müssen

"Vatileaks" für den Nachfolger

Neben der Möglichkeit eines früheren Konklaves und dem Rücktritt des schottischen Kardinals Keith O’Brien ist die dritte der wichtigen Entscheidungen von Papst Benedikt XVI. vom Montag fast untergegangen: Drei Tage vor seinem Amtsrücktritt legte der Pontifex fest, dass der Bericht der Kardinalskommission zur "Vatileaks"-Affäre seinem Nachfolger übergeben werden soll. Ansonsten blieben die Akten, die bislang nur Benedikt XVI. bekannt seien, unter Verschluss, teilte der Vatikan mit.
Vatileaks
Gerichtssaal im Vatikan
Computertechniker Sciarpelletti muss wegen Begünstigung verantworten

"Vatileaks"-Prozess geht weiter

In der "Vatileaks"-Affäre ist der Computertechniker Claudio Sciarpelletti (48) nach Vatikan-Angaben nicht wegen Beihilfe zum Diebstahl vertraulicher Papstunterlagen angeklagt. Der Angestellte des vatikanischen Staatssekretariates werde lediglich beschuldigt, durch widersprüchliche Aussagen die Ermittlungen behindert zu haben, sagte Vatikansprecher Federico Lombardi am Montag zu Prozessbeginn vor Journalisten.
Jahresrückblick
Petersplatz, Petersdom, Kuppel, Rom, Vatikan
Das Jahr 2012 im Vatikan

Kuba, Libanon und Vatileaks

Für die Justiz des Vatikanstaates, die sich normalerweise um Handtaschendiebe und Trickbetrüger kümmert, war 2012 ein ganz außergewöhnliches Jahr. Der Vatileaks-Prozess gegen den päpstlichen Kammerdiener Paolo Gabriele wegen Diebstahls vertraulicher Dokumente bot monatelang Fantasiestoff um Verschwörungen, Intrigen und geheime Seilschaften im Schatten des Petersdoms. Schließlich erkannte das mit italienischen Topjuristen besetzte Vatikangericht im untreuen Butler freilich einen Einzeltäter mit verqueren Ideen und verurteilte ihn zu eineinhalb Jahren Haft.
Vatileaks-Affäre
Vatileaks-Auslöser Vigano trifft den Papst im Vatikan

Franziskus räumt weiter auf

Die Vatileaks-Affäre um vom Papstschreibtisch gestohlene Dokumente, Intrigen und Korruption im Vatikan beschäftigte das Pontifikat von Papst Franziskus von Anfang an: Benedikt XVI. legte drei Tage vor seinem Rücktritt im Februar fest, dass der Bericht der Kardinalskommission zu der Enthüllungsserie seinem Nachfolger übergeben werden soll. Am Donnerstag traf Franziskus nun mit dem Mann zusammen, dessen Versetzung vor zwei Jahren den Anfang von Vatileaks markierte: Erzbischof Carlo Maria Vigano.
Bistum Mainz
Karl Kardinal Lehmann, Bischof von Mainz, im Porträt
Kardinal Lehmann warnt vor unrealistischen Erwartungen an Papst

"Er muss alle mitnehmen"

Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, hat vor überzogenen Erwartungen an Papst Franziskus gewarnt. "Als ob ein neuer Papst kommt und der kann alles ändern", sagte er am Donnerstag in Mainz nach seiner Rückkehr aus Rom. Franziskus könne durchaus ein Reformer sein und auch eine neue Form der Kommunikation in die katholische Kirche einbringen. "Aber nicht in diesen mythischen Allmachtsphantasien", sagte Lehmann. "Er muss natürlich alle mitnehmen." Franziskus war am Mittwoch vergangener Woche zum Nachfolger des zurückgetretenen Benedikt XVI. gewählt worden.
Vatikan
Kardinäle bei einer Prozession auf dem Petersplatz in Rom.
Weiter keine Entscheidung über Beginn des Konklaves

Das Warten geht weiter

Auch am Donnerstagvormittag haben die in Rom versammelten Kardinäle noch nicht über den Beginn des anstehenden Konklaves entschieden. Am späten Nachmittag wollten die Purpurträger zu einer weiteren Sitzung zusammenkommen. Ob es dann eine Abstimmung geben sollte, war zunächst unklar, nach Angaben von Vatikan-Sprecher Federico Lombardi aber "nicht wahrscheinlich". Als mögliches Datum für den Beginn der Papst-Wahl gilt weiter der 11. März.
Missbrauch
"Hat er eine Vergangenheit?"
Missbrauch ist Thema bei den Kardinalsberatungen zur Findung von geeigneten Papst-Kanditaten

"Hat er eine Vergangenheit?"

Noch sind die Kardinäle nicht im Konklave, wo sie nach religiöser Überzeugung vom Heiligen Geist geführt werden, der für sie die Wahl vornimmt. Bislang bereiten die Purpurtäger seit Montag im Prä-Konklave die Papstwahl vor – und haben es mit allerlei weltlichen Themen zu tun. Am Donnerstag verschafften sie sich einen Überblick über die Vatikanfinanzen und die "Vatileaks"-Affäre.
Leute
Der omnipräsente Jesuit
Federico Lombardi ist aus dem öffentlichen Bild des Vatikan nicht wegzudenken

Der omnipräsente Jesuit

Seit fast zehn Jahren leitet Federico Lombardi das Vatikanische Presseamt. Damit hat er eine der schwierigsten Aufgaben, die die Kirche zu bieten hat. Von der Regensburger Rede, über die Vatileaks-Affäre bis zum Kaninchenzitat: Lombardi soll für Transparenz sorgen und der meist säkularen Presse aus aller Welt immer wieder viel erklären. Wir stellen den Pressesprecher des Pontifex vor.
Vatileaks
Der Einzeltäter und sein Helfer?
"Vatileaks": Prozess gegen Computertechniker im Vatikan beginnt

Der Einzeltäter und sein Helfer?

An diesem Montag beginnt im Vatikan der zweite Prozess in der "Vatileaks"-Affäre: Angeklagt ist Claudio Sciarpelletti, ein Computertechniker im vatikanischen Staatssekretariat. Der Italiener wird beschuldigt, dem päpstlichen Kammerdiener Paolo Gabriele geholfen zu haben, vertrauliche Dokumente des Papstes zu entwenden. Gabriele war nach einem einwöchigen Prozess Anfang Oktober zu 18 Monaten Haft verurteilt worden.
Konklave
Kardinäle im Gespräch.

Die Frage des Profils

Es war nicht anders zu erwarten gewesen. In Rom zusammengetrommelt für die Wahl eines Nachfolgers für Benedikt XVI., ließen sich die Kardinäle aus aller Welt Zeit für Diskussionen. Sie haben eine Menge Informationsbedarf und loteten die Fronten vor dem Urnengang für den nächsten Pontifex aus. Hinter den verschlossenen Türen des Vatikans setzte sich am Freitag das Gerangel um den Termin für den Beginn des Konklaves fort, schließlich wurde der kommende Dienstag festgelegt.
Vatikan
Teile der römischen Kurie.
Vor einer neuen Kurienreform? Strukturen der Kirchenzentrale sollen neu justiert werden

Ordnung in der Schaltzentrale

Liegt es an unklaren Kompetenzen, mangelnder Abstimmung, einer schlechten Informationspolitik oder schlicht an menschlicher Unzulänglichkeit? Über die Pannen an der Kirchenspitze wie die Williamson -Affäre, Vatileaks , die Regensburger Rede oder den Umgang mit den Missbrauchsskandalen ist viel gerätselt und räsoniert worden. Tatsache ist, dass der Motor der Kurie in den vergangenen Jahren mitunter unrund lief: Sei es, weil der zuständige Kardinalstaatssekretär ihn nicht richtig im Griff hatte, oder weil interne Widerstände ihm die notwendige Unterstützung verwehrten und ihn auflaufen ließen.