Bischöfe nehmen an der Generalversammlung der Jugendsynode teil.
Auch ein Deutscher dabei

Papst ernennt Planungskomitee für Bischofstreffen gegen Missbrauch

Im Februar kommen die Bischöfe der Welt im Vatikan zusammen, um über das Thema Missbrauch zu beraten. Jetzt wurde bekannt, wen der Papst mit der Vorbereitung des Treffens betraut hat. In dem Komitee ist auch Deutscher vertreten.

Vatikanstadt - 23.11.2018

Papst Franziskus hat ein Komitee ernannt, um das weltweite Bischofstreffen im Februar zum Umgang mit Missbrauch in der Kirche vorzubereiten. Aus Deutschland gehört der Psychologe und Theologe Hans Zollner dem Team an, wie der Vatikan am Freitag mitteilte. Der Jesuit soll Ansprechpartner des Komitees sein. Zollner leitet das Zentrum für Kinderschutz (CCP) an der päpstlichen Gregoriana-Universität in Rom.

Neben Zollner gehören dem Vorbereitungskomitee des Treffens die Kardinäle Blase Cupich von Chicago und Oswald Gracias von Bombay an, sowie Maltas Erzbischof Charles Scicluna.

Auch externe Fachleute dabei

Auch externe Fachleute, Frauen und Männer, sollen zur Gestaltung der Konferenz beitragen, so Vatikansprecher Greg Burke. Sie sollen demnach vor allem verdeutlichen, was für mehr Transparenz und Rechenschaft getan werden muss. So sind in die Vorbereitungen ebenfalls Vertreter von Missbrauchsopfern eingebunden, die Päpstliche Kinderschutzkommission sowie die Untersekretärinnen der Vatikanbehörde für Laien, Familie und Leben, Gabriella Gambino und Linda Ghisoni.

Bei dem Treffen vom 21. bis 24. Februar in Rom wollen die Vorsitzenden sämtlicher Bischofskonferenzen mit Kurienleitern und Spitzenvertretern von Orden über besseren Kinderschutz in der Kirche beraten. Ziel des in seiner Art bisher einmaligen Treffens sei es, dass Verantwortliche in der Kirche "ein umfassendes Bewusstsein für die verheerenden Folgen entwickeln, die sexueller Missbrauch durch Kleriker für Heranwachsende hat", so Burke. Das Treffen sei in erster Linie für Bischöfe gedacht, sie trügen "einen Großteil der Verantwortung für dieses schwerwiegende Problem". (KNA)