Solidarische Hilfe in Zeiten von Angst und Schreckensmeldungen

Woelki würdigt Chinas Enten-Hilfe gegen Heuschreckenplage

Aktualisiert am 08.03.2020  –  Lesedauer: 

Köln ‐ Die Heuschreckenplage nimmt geradezu biblische Ausmaße an, Menschen in Afrika und Asien sind vom Hunger bedroht, sagt Kölns Kardinal Rainer Maria Woelki. In solchen Notsituationen sei es etwas Besonderes, wenn sich Länder gegenseitig helfen würden.

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Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki lobt das Angebot Chinas, Pakistan 100.000 Enten zur Bekämpfung der Heuschreckenplage dort zur Verfügung zu stellen. "Ich finde es berührend, dass Länder und Menschen einander uneigennützig und solidarisch helfen", sagte er am Sonntag dem Kölner Internetportal domradio.de. Hier werde beispielhaft Hilfsbereitschaft demonstriert. In Zeiten, wo überall nur Angst und Schreckensmeldungen verbreitet würden, ermutigten ihn solche Nachrichten.

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Nicht nur Pakistan, auch zahlreiche Länder im Osten Afrikas würden derzeit von riesigen Schwärmen aus Heuschrecken durchzogen, "die an die Plagegeschichten der Bibel erinnern", sagte der Kardinal. Wo die gefräßigen Tiere sich breit machten, da wachse kein Blatt mehr - mit schlimmen Folgen für die ohnehin schon von Hunger und Klimawandel bedrohten Länder. In China habe man mit dem Einsatz von Enten, die pro Tag bis zu 200 Heuschrecken vertilgen könnten, bereits gute Erfahrung im Kampf gegen die Plage gemacht. (KNA)