Heribert Prantl: Kirche wirkte in Pandemie kleinmütig und angepasst
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Heribert Prantl: Kirche wirkte in Pandemie kleinmütig und angepasst

In der Krise sei es der Kirche nicht gelungen, die Menschen zu kräftigen, kritisiert der Journalist Heribert Prantl. Erst vor Weihnachten habe sie Fantasie entwickelt. Im Hinblick auf Gottesdienste wirft er manchen Verrat an ihrer Aufgabe vor.

Von Katharina Geiger |  Köln - 06.01.2021

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Über zwei Jahrzehnte leitete der Journalist Heribert Prantl (67) das Innenpolitik-Ressort der "Süddeutschen Zeitung", bis 2019 war er Mitglied der Chefredaktion. Seitdem arbeitet er als Autor und Kolumnist. Im Interview spricht er über Corona und die Grundrechte, die Kirche in der Pandemie und die Religionsfreiheit.

Frage: Wie geht es Ihnen mit der Pandemie und dass wir mitten im zweiten sogenannten "Lockdown" ins neue Jahr starten?

Prantl: Nun ja, das sind natürlich verwirrende Zeiten. Und jemand wie ich, dem zeitlebens die Grundrechte angelegen waren, er wundert sich, wie radikal Grundrechtseinschränkungen passieren, wie pauschal sie passieren und vor allem mit doch wie wenig Kritik das Ganze einhergeht. Ich bin nun wirklich keiner, der irgendwie den Querdenkern nahesteht, aber letztendlich ist es ja auch gut und sollte man nicht nur negativ sehen, dass gegen Grundrechtseinschränkungen schlichtweg protestiert wird, wenn Demonstrations-Grundrechte, wenn das Versammlungsrecht, wenn Religionsfreiheit nur noch auf dem Papier stehen, dass sie theoretisch in Anspruch genommen werden können. Aber wenn praktisch die Inanspruchnahme und das Leben mit solchen Grundrechten unmöglich wird, dann ist es schon sehr sonderbar. Da erfasst mich schon ein mulmiges Gefühl und ich erhoffe mir vom neuen Jahr, dass die Maßnahmen zur Bekämpfung von Corona präziser sind, weniger pauschal sind und dass die Grundrechte, die wir noch im Jahr 2019 zum siebzigjährigen Jubiläum groß gefeiert haben, dass die wieder zu ihrem Recht kommen. Das sind ja keine abstrakten Grundrechte. Das ist ja nicht irgendetwas, das in irgendeinem Warenlager lagert und dass man sich dann möglicherweise durch eine Impfung wieder abholen muss, sondern das sind die Rechte, die jedem Menschen, weil er Mensch ist, zuteilwerden sollen.

Frage: 2020 wollen die meisten so schnell wie möglich hinter sich lassen, verbinden damit in erster Linie das Coronavirus und die Maßnahmen dagegen. Sie auch?

Prantl: Nun ja, das ist natürlich das, was im Mittelpunkt steht. Dazu kommen die vielen Wahlen: sechs Landtagswahlen, eine Bundestagswahl. Dazu kommen die klassischen politischen Großereignisse, die natürlich von Corona geprägt waren. Aber ich hoffe schon, dass das Virus nicht mehr, wie es im Jahr 2020 geschah, alle anderen Themen auffrisst bis hin zur Klimakatastrophe – alle Themen, die uns vorher zu Recht wichtig waren. Und das halte ich für eine gefährliche Folge des Virus und der Pandemie, die wir noch gar nicht so richtig gespürt haben und deren Konsequenzen wir noch nicht vernommen haben. Da ist ein Virus, das frisst uns alle anderen wichtigen Themen auf. Es darf nicht sein, dass medienwissenschaftlichen Untersuchungen zufolge bis zu 70 Prozent aller journalistischen Inhalte von Corona beherrscht werden. Das ist eine Art von Engführung, die demokratisch gefährlich ist.

Frage: Was hat sich denn für Sie persönlich oder auch beruflich verändert?

Prantl: Nun ja, es fallen die Vorträge weg. Viele Vorträge sind nun schon zum dritten Mal verschoben worden, was mir unangenehm ist, aber noch viel unangenehmer für die Veranstalter, die immer wieder einen Anlauf unternehmen. Es hat sich einiges auf das Digitale verlagert, auf Web-Seminare, auf Web-Vorträge. Ich kann die große Euphorie nicht teilen, dass nun das große digitale Zeitalter beginnt. Es ist schön, wenn hier mehr investiert wird. Es ist schön, wenn ein Teil von Vorträgen, von öffentlichen Veranstaltungen wenigstens auf die Art und Weise stattfinden können. Aber das Digitale, die digitale Präsenz ist nur ein schwacher Abglanz der menschlichen, tatsächlichen, physischen Kompetenzen und Präsenz. Ich brauche die Leute und das Publikum, um mit denen Aug in Aug zu reden. Man braucht die Spontanität der Reaktion. Der digitale Vortrag, die digitale Begegnung sind doch eine sehr kastrierte Begegnung und ich denke, ein Notbehelf. Es gilt, meine ich, in gleicher Weise auch für den digitalen Unterricht. Es ist gut, wenn der analoge Unterricht an den Schulen, an den Universitäten nicht stattfinden kann, dass er digital stattfindet. Aber es ist für wahr kein gleichwertiger Ersatz.

Die Corona-Impfungen haben begonnen - Heribert Prantl nennt den Ablauf jedoch ein "Desaster".

Frage: Jetzt wird aktuell auch in Deutschland geimpft. Finden Sie es eine gute Maßnahme? Und ist das die Hoffnung, dass es endlich besser wird?

Prantl: Ja, natürlich stützt sich die Hoffnung darauf. Die Art und Weise, wie die Impfung hierzulande beginnt, lässt mich allerdings schon stutzen. Man hat von der grandiosen Organisation in Deutschland geredet und wie wunderbar die Corona-Bekämpfungsmaßnahmen angelegt werden. Was hier beim Impfen passiert, ist ein Desaster. Es ist nicht genügend Impfstoff da. Die Impfung läuft langsam los. Und dann haben wir glücklicherweise eine Diskussion darüber, ob geimpfte Menschen dann die Auflagen, die Grundrechtseinschränkungen los werden sollen. Die Diskussion ist wirklich spannend. Und zunächst einmal klingt es ja plausibel, dass es unverhältnismäßig ist, den Menschen, von denen keine Infektionsgefahr mehr ausgeht, solche Belastungen weiterhin aufzuerlegen. Also sollen die Geimpften, so meinen viele, auch der ehemalige Verfassungsgerichtspräsident Papier, die Grundrechte genießen dürfen und die Ungeimpften aber nicht. Das klingt erst einmal ganz plausibel. Aber dann wird es schwierig! Weil erstens, wenn die Impfungen so stockend anlaufen, dann liegt es sozusagen an der schlechten oder guten Organisation des Staates, ob ich Grundrechte genießen darf. Und es ist ein bisschen problematisch, wenn der Staat es in der Hand hat, Grundrechte zuzuteilen. Und das führt mich zum ganz grundsätzlichen Haupteinwand gegen die sogenannten Privilegien für Geimpfte: Grundrechte sind keine Privilegien, die man sich erst durch bestimmtes Handeln oder durch bestimmtes Verhalten verdienen kann. Grundrechte sind keine Belohnung, keine Gratifikation, kein Bonus, kein 13. Monatsgehalt. Sie sind einfach da und jeder hat sie und jeder darf sie in Anspruch nehmen.

Frage: Klingt auch eher so, als würde das die Gesellschaft ein bisschen mehr spalten.

Prantl: Ich denke, es wird die Gesellschaft spalten und es geht nicht an, erst Grundrechte sehr pauschal und sehr undifferenziert einzuschränken und fast zu entziehen und dann für ein bestimmtes Verhalten die Grundrechte wieder zuzuteilen. Ein solches staatliches Verhalten würde den Grundrechten, der Bedeutung der Grundrechte, überhaupt nicht gerecht. Grundrechte sind nicht irgendwo gelagert, sie müssen auch nicht in einem Grundrechtelager abgeholt werden gegen Vorlage bestimmter Bescheinigungen zum Beispiel einer Impf-Bescheinigung wie ein Paket bei der Post. Wenn es so gemacht würde, dass nur Geimpfte bestimmte Grundrechte wahrnehmen dürfen, wäre das ein Desaster für die Grundrechte, ihren Wert und für ihre Wichtigkeit.

Frage: Ist das auch ein Eingriff in die Religionsfreiheit, was wir letztes Jahr erlebt haben?

Prantl: Aber wie! Ich mein, ich beginne mal mit dem Wort erquickend, das in der Alltagssprache nicht mehr üblich ist, aber einen wunderbaren Gehalt hat. Es steht in der Bibel dort, wo Jesus von den Mühseligen und Beladenen spricht. Es meint, man solle Trost und Halt geben, die Angst nehmen, kräftigen, stärken und das hätten die Menschen in der Corona-Zeit so nötig gehabt. Aber – und das ist meine Kritik vor allem am Verhalten der Kirchen im ersten Lockdown – der Kirche ist es nicht gelungen, die Menschen zu kräftigen. Sie hat es monatelang gar nicht richtig versucht. Man muss natürlich zugeben: In vielen Gemeinden unternahmen Pfarrer und Ehrenamtliche alles Mögliche und bis dahin für unmöglich Gehaltene, um Kirche nicht ausfallen, sondern anders ausfallen zu lassen als bisher. Und Seelsorger in Krankenhäusern und Altenheimen haben bis zur Erschöpfung gearbeitet. Aber das hat hier zu wenig Strahlkraft nach außen. Die öffentlichen kirchlichen Äußerungen wirkten, wenn auch von Verantwortung und Nächstenliebe tönend, doch kleinmütig und ziemlich angepasst. Die Kirchen waren gekränkt von der Politik, nicht als systemrelevant eingestuft zu werden und versuchten, die Kränkung durch übertriebene Anpassung an die politischen Forderungen und durch vorauseilende Selbstbegrenzung der eigenen Spielräume wettzumachen. In den ersten Monaten hatte ich deutlich den Eindruck, in der Corona-Krise war Ruhe die erste Bischofspflicht. Und so fiel zum Beispiel das Osterfest des Jahres 2020 in ein wirklich unheiliges Nichts. Die Kirchenleitungen haben sehr angstgesteuert agiert, vor allem, als es nach dem Ende des Lockdowns im Mai in freikirchlichen Gottesdiensten sogleich zu Infektionen kam. Und etwas, was mir wirklich nicht gefallen hat: Die Religionsgemeinschaften erklärten den Abstand zum Mitmenschen zur neuen Form, und zwar zur ausschließlichen Form der Nächstenliebe. Und das war fatal! Erst in der Vorbereitung auf Weihnachten ab September oder Oktober 2020 haben die Kirchen zu heiliger Kreativität und manchmal zu fast urchristlicher Fantasie zurückgefunden.

Frage: Es gab ja aber auch beispielsweise digitale Angebote. Die Gottesdienste zu Ostern oder auch zu Weihnachten wurden live gestreamt. Oder es gab Impulstüten zum Mitnehmen oder so etwas. Seelsorge wurde ja betrieben, haben Sie gerade gesagt. Was hätten denn die Bischöfe oder auch Laien Ihrer Meinung nach konkret anders machen sollen?

Prantl: Ganz vieles. Die Kirche soll an der Seite der Leidenden stehen. Das ist der Gehalt der Bibel. Das habe ich in der ganzen Krise bisher nicht richtig gespürt. Besteht darin die Erquickung, dass man die Vorgaben des Staates möglichst penibel erfüllt und auch noch über-erfüllt? Und wenn man sich in einer Mischung von Vernunft, Angst und Unsicherheit entscheidet, sich den Regeln zu unterwerfen, sollte man – und das ist jetzt wichtig – sollte man da nicht wenigstens beklagen, welche Lieblosigkeit das für die vielen bedeutet, die so allein gelassen werden? Ich denke, den vernünftigen Begründungen für die vernünftige Zurückhaltung und den vernünftigen Sperrungen der Kirchenbänke war so wenig anzumerken, dass diese ganze Vernunft weh tat. Und das war schmerzhaft schmerzlos. Und statt den Abstand zu beklagen, der einem auferlegt wurde, haben die Kirchen den Abstand zur neuen Form von Liebe umdefiniert. Und das war brutal fatal. Wenn die Kirchen sonst nichts tun konnten und nichts tun können, dann doch dies: Laut über die Härten zu klagen! Und dann Betroffenen in den Altersheimen, in den Pflegeheimen, in den Familien mit Kindern, die nicht mehr wissen, wo hinten und vorne ist, eine Stimme zu geben. Und es ist auch ein Trost, Trostlosigkeit offenzulegen und nicht Pflaster darüber zu kleben. Ich hatte ganz stark den Eindruck und das Gefühl und das Erleben, dass vor allem die kirchlichen Funktionsträger Pflaster darüber geklebt haben.

"Die Kirche soll an der Seite der Leidenden stehen. Das ist der Gehalt der Bibel. Das habe ich in der ganzen Krise bisher nicht richtig gespürt", sagt Heribert Prantl.

Frage: Sie sagen auch, Sie haben sich alleingelassen gefühlt. Was würden Sie sich denn wünschen für Ihren Glauben? Oder ist es wirklich Ideenarmut, die wir hier im 21. Jahrhundert erleben?

Prantl: Nein, es war natürlich Ideenarmut. Erst einmal hat man die Kirchen zugesperrt, statt die Kirchen zu öffnen und alternative Angebote zu machen. Ich sage ja nicht, dass es so geblieben ist. Ich habe ja eben gesagt, dass sich im September, Oktober, November allmählich Fantasie im Hinblick auf Weihnachten entfaltet hat. Die Fantasie konnte dann doch nicht so agieren, weil die staatlichen Vorgaben und der Lockdown an Weihnachten wieder strikter wurden. Aber es hat wirklich lange gedauert, ein halbes Jahr, bis die Kirche wieder lebendig wurde in dieser Krise. Und das hat mir schon weh getan. Ich klage ja nicht für mich. Ich klage für die Menschen in den Pflegeheimen, in den Altersheimen, die wirklich brutal allein gelassen wurden. Und dafür haben sich ja auch jemand wie Herr Laschet und Herr Spahn mittlerweile entschuldigt. Und wahrscheinlich müssten sich auch die Bischöfe und die kirchlichen Funktionsträger dafür entschuldigen, dass sie so leise waren. Man muss ja sehen: Ein Großteil oder ein großer Teil der Alters- und Pflegeheime sind von Kirchen getragen, von kirchlichen Wohlfahrtsverbänden. Deswegen hätte ich mir dort liebende Widerständigkeit erwartet.

Frage: Ich denke, wir lernen ja auch – vieles ist mittlerweile anders als im Frühjahr geworden. Auf der anderen Seite gab es aber große Vorwürfe und Kritik daran, als die Infiziertenzahlen so sehr stiegen, dass wir zu Weihnachten und dem Jahreswechsel stark eingeschränkt wurden, Gottesdienste dann aber stattfinden durften, also nicht per se von oben – vom Land oder Bistum – verboten wurden. Hätte man das machen müssen, also auch vielleicht als Symbol oder aus Solidarität?

Prantl: Ich frage Sie: Warum soll ich Corona mit Symbolen bekämpfen? Das ist doch wirklich Unsinn. Es geht doch nicht um Symbole. Und es geht nicht um Signale. Es geht darum: Wie bekämpfe ich Corona richtig und erfolgreich? Und das bekämpfe ich nicht mit Symbolen. Ich fand diese Diskussion, die ich auch in den Kirchen hörte, wirklich albern, kleinmütig und falsch. Wenn die örtlichen Gegebenheiten so sind, dass ich im Freien einen Gottesdienst halten kann – auch ein Gottesdienst tröstet, auch ein Gottesdienst gibt Kraft. Er soll natürlich nicht zu einem Infektionsort werden. Aber ganz viele Gemeinden konnten oder hätten wirklich gefahrlos feiern können. Und das erwarte ich auch. Ich denke, dieses Feiern gibt auch die Kraft, diese schwierige Zeit durchzustehen. Daran haben viele, auch die in den Kirchen – aus Symbolgründen – die Gottesdienste absagen wollten, viel zu wenig gedacht. Ich glaube, sie haben ihre Aufgabe verraten.

Frage: Die Gesellschaft wandelt sich schon seit einigen Jahren. Die Glaubensgemeinschaften merken das. Die Corona-Pandemie hat es vielleicht nochmal beschleunigt. Ihre Prognose?

Prantl: Nun ja, wir nehmen seit langem Abschied von der Volkskirche. Früher jedenfalls, da wo ich groß geworden bin auf dem Land, hat man diejenigen gekannt, die am Sonntag nicht in die Kirche gehen. Heute kennt man die, die in die Kirche gehen. Es hat sich etwas völlig umgedreht und wie der Wandel gestaltet wird und wie er funktioniert und der Kirche vielleicht zum Positiven gereicht, hängt davon ab, wie sich Kirche einsetzt, wie sie sich für die Mühseligen, für die Schwachen, Beladenen – wie es in der Bibel heißt – stark macht, wie sie zur Stimme der Schwachen wird, wie es Papst Franziskus immer wieder mit großer Nachhaltigkeit macht.

Regionenkonferenz Frankfurt

Heribert Prantl hält den Synodalen Weg weiterhin für vielversprechend.

Frage: Wo geht’s denn mit der katholischen Kirche, vielleicht auch als Institution, hin? Ist der Synodale Weg vielversprechend oder, würden Sie sagen, schon jetzt eher verhallt?

Prantl: Natürlich ist er vielversprechend, wenn er mit aller Kraft gegangen wird. Der Synodale Weg ist ein weiter Weg, ist ein beschwerlicher Weg. Er ist wie der Pilgerweg nach Santiago de Compostela. Da ereilen einem alle möglichen Beschwernisse. Aber ich denke, man muss ihn auch gegen die Widerstände innerhalb der Kirche und innerhalb der reaktionären Kreise des Vatikans durchsetzen. Es ist der Weg in die kirchliche Zukunft.

Frage: Wo sehen Sie da die Chance?

Prantl: Die Chance im Einbeziehen der Christinnen und Christen, dass wieder etwas lebt, das was schon in der Urkirche lebte: die Beteiligung von möglichst vielen, noch in der Kirche verbliebenen Mitgliedern, die nicht bloß Mitglieder sind auf dem Papier und Kirchensteuerzahler, sondern tatsächlich agierende Christinnen und Christen.

Frage: Und woraus schöpfen Sie bei all dem – also, wenn wir auf die Kirche in der Pandemie schauen oder auch auf den Synodalen Weg – die Hoffnung?

Prantl: Ach, wissen Sie, ich bin ein optimistischer Mensch. Sonst könnte ich nicht seit über 30 Jahren Journalismus machen. Auch Journalismus ist der Versuch, einzuwirken, auf die Diskussionen und Diskussionen zu befruchten. Hoffnung ist für mich nichts anderes als der Mut zur Zukunft. Und diesen Mut zur Zukunft, den möchte ich bitteschön behalten. Den möchte ich auch den Leserinnen und Lesern und den Hörerinnen und Zuhörern schenken. Und zu diesem Mut zur Zukunft anregen.

Von Katharina Geiger