Vier weitere Corona-Fälle bei Benediktinern in Münsterschwarzach
Positiv getestete Ordensleute sind isoliert

Vier weitere Corona-Fälle bei Benediktinern in Münsterschwarzach

Die Mönchsgemeinschaft hatte an Karsamstag über den ersten Corona-Fall berichtet und deshalb alle Ostergottesdienste abgesagt. Im Verlauf der vergangenen Woche sind vier neue Fälle dazugekommen.

Münsterschwarzach - 14.04.2021

In der fränkischen Benediktinerabtei Münsterschwarzach hat es weitere Corona-Fälle gegeben. Zu den beiden bereits festgestellten Infektionen sind im Verlauf der vergangenen Woche vier neue dazugekommen, wie das Kloster am Mittwoch auf Anfrage mitteilte. Die Mönchsgemeinschaft hatte an Karsamstag über den ersten Fall berichtet und deshalb alle Ostergottesdienste abgesagt. Am Dienstag gab es eine Reihentestung aller nicht-infizierten Mönche durch das zuständige Gesundheitsamt Kitzingen. Dabei wurden keine weiteren Infektionen festgestellt, wie es heißt.

Die sechs positiv getesteten Ordensleute wurden laut Mitteilung im geschlossenen Gästehaus vom Rest des Konvents isoliert. Keiner sei im Krankenhaus. Die Mönchsgemeinschaft halte weiter im Klausurbereich häusliche Quarantäne unter strengster Beachtung von Maskenpflicht, Abstand und Kontaktvermeidung. Die Abteikirche sei geschlossen, es gebe keine öffentlichen Gottesdienste und Livestreams. Nicht betroffen davon sind die Klosterbetriebe. Bäckerei, Metzgerei und Buchhandlung blieben geöffnet. Zur Mönchs-Gemeinschaft gehören 80 Ordensmänner, darunter auch der bekannte Bestseller-Autor Pater Anselm Grün.

Die Abtei Münsterschwarzach zählt zu den bedeutendsten Abteien im deutschsprachigen Raum. Gegründet wurde sie im Jahr 816 und bestand zunächst bis zur Aufhebung 1803 im Zuge der Säkularisation. 1913 wurde sie durch die Missionsbenediktiner wiederbesiedelt. Im Bistum Würzburg hat sich die Abtei als geistliches Zentrum zu einer festen Institution entwickelt. (tmg/KNA)