Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz
Titel wurde dem Universalkirchenrecht angepasst

Vatikan genehmigt DBK-Statut: Nun auch offiziell "Generalsekretärin"

Nach einer langen Reihe von Sekretären steht eine Generalsekretärin an der Spitze des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz. Das gilt nun auch amtlich: Der Vatikan hat eine entsprechende Änderung im Statut der DBK genehmigt.

Bonn/Vatikanstadt - 05.07.2021

Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) verwendet nun auch offiziell die Amtsbezeichnung "Generalsekretärin" für die Leiterin des Sekretariats in Bonn. Wie die DBK am Montag mitteilte, hat die Bischofskongregation eine entsprechende Änderung des Statuts der Konferenz genehmigt, mit der der bisher verwendete Titel "Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz" durch "Generalsekretär/in der Deuschen Bischofskonferenz" ersetzt wird. Damit passt sich die DBK in ihrer Amtsbezeichnung dem internationalen Sprachgebrauch an, der auch im universalen Kirchenrecht verwendet wird. Der Titel "Generalsekretär/in" ist die einzige in inklusiver Sprache formulierte Amtsbezeichnung im Statut.

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Das Kirchenrecht legt in can. 452 § 1 CIC fest, dass eine Bischofskonferenz einen Generalsekretär ("secretarius generalis") zu bestellen hat. Seit ihrem Bestehen führten die Amtsinhaber in der DBK den Titel Sekretär. Zusammen mit der Wahl der Theologin Beate Gilles als Nachfolgerin des langjährigens Sekretärs Pater Hans Langendörfer SJ im Februar teilte der Vorsitzende der DBK, Bischof Georg Bätzing, mit, dass mit dem Amtsantritt von Gilles zum 1. Juli der Titel "Generalsekretärin" lauten werde.

Erste Frau an der Spitze des DBK-Sekretariats

Gilles ist die erste Frau und erste Laiin im Amt der Generalsekretärin der DBK. Die 1970 geborene Theologin leitete zuvor das Dezernat Kinder, Jugend und Familie im Bistum Limburg, dem zahlreiche Einrichtungen und Verbände zugeordnet sind. Zuvor war sie in der Erwachsenenbildung unter anderem in der Medienpädagogik tätig. International ist Gilles nicht die erste Generalsekretärin einer Bischofskonferenz. Seit 2009 ist die Missionsschwester vom Kostbaren Blut Anna Mirijam Kaschner Generalsekretärin der Nordischen Bischofskonferenz, von 2012 bis 2020 hatte die dem selben Orden angehörige Hermenegild Makoro das Amt in der südafrikanischen Bischofskonferenz inne.

Die Generalsekretärin leitet das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz und ist Geschäftsführerin des Verbandes der Diözesen Deutschlands (VDD). Sie wird von der Vollversammlung der Bischöfe gewählt. Ihre Aufgabe besteht gemäß Statut unter anderem in der Unterstützung der Bischöfe bei der Erfüllung ihrer Aufgaben in der Bischofskonferenz. Außerdem bereitet sie Sitzungen der Vollversammlung und des Ständigen Rates vor und nach und führt das Protokoll. (fxn)