Zum Familiensonntag am 26. Dezember

Deutsche Bischöfe bieten Arbeitshilfe zu Alter, Pflege und Sterben

Aktualisiert am 03.12.2021  –  Lesedauer: 

Bonn ‐ Wie kann man sich in Ehe und Familie der letzten Lebensphase annähern? Anregungen bietet eine neue Arbeitshilfe der Deutschen Bischofskonferenz. Auch zum Internationalen Tag für Menschen mit Behinderung äußerten sich die Oberhirten.

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Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hat eine neue Online-Arbeitshilfe zum Thema "Alter, Pflege und Sterben in der Familie" veröffentlicht. Sie biete Anregungen, um sich der letzten Lebensphase in Ehe und Familie anzunähern, teilte Familienbischof Heiner Koch am Freitag in Bonn mit.

"Ein langes Leben ist reich an Begegnungen, Erlebnissen und Geschichten. Es werden dabei viele Lebenserfahrungen gesammelt, die es gilt, an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben", schreibt der Berliner Erzbischof im Vorwort der Arbeitshilfe, die anlässlich des diesjährigen Familiensonntags am 26. Dezember veröffentlicht wird.

Thematische Zugänge behandeln unter anderem den Auftrag der Seniorenpastoral, den Welttag der Großeltern und Senioren, die Seelsorge für Angehörige von Menschen mit Demenz sowie Fragen und theologische Überlegungen rund um das Sterben. Gebete, Bibelstellen und Besinnungstexte regen dazu an, den Familiensonntag geistlich aufzugreifen.

Bischöfe ermuntern zu gesellschaftlicher Vielfalt

Zum Welttag der Behinderten riefen die Bischöfe zu mehr Offenheit für gesellschaftliche Vielfalt auf. "Der Internationale Tag für Menschen mit Behinderung erinnert uns daran, dass niemand aufgrund einer Beeinträchtigung vom gesellschaftlichen und kirchlichen Leben ausgeschlossen werden darf", erklärte der Erfurter Weihbischof Reinhard Hauke ebenfalls am Freitag in Bonn. Er ist DBK-Beauftragter für Inklusive Pastoral.

Die Kirche müsse offen sein für die Verschiedenheit der Menschen mit ihren unterschiedlichen Begabungen, Fähigkeiten und Einschränkungen, fügte Hauke hinzu. "Jeder Mensch – ob behindert oder unbehindert – hat etwas Einzigartiges und Besonderes, das unsere Gesellschaft und Kirche bereichert."

Hauke verwies auf Papst Franziskus, der vergangene Woche eine anhaltende Diskriminierung von Menschen mit Behinderung – auch in der Kirche – beklagt hatte. Zudem forderte der Papst diese Menschen auf, sich in der Kirche zu beteiligen. (tmg/KNA)