Sterbebegleitung
Zwei Clowns spielen mit einer Handpuppe.
Expertin über die Rolle des Lachens in der Hospizarbeit

"Humor trägt Euch"

Der Humor trägt Euch über alle Abgründe der Seele hinweg", versprach schon der berühmte Maler Anselm Feuerbach. Wie Humor auch Menschen in schwersten Lebenskrisen helfen kann, war kürzlich Thema der diesjährigen Herbsttagung des ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienstes der Erfurter Malteser. Mit dabei war Hospiz-Koordinatorin Beate Fack. Im Interview erklärt sie, warum Humor in der Hospizarbeit für alle Beteiligten eine Stütze sein kann.
Politik
Ein alter ein junger Mensch geben sich die Hand.
Koalition will Familienpflegezeit ausbauen

Mehr Zeit für Pflege

Arbeitnehmer sollen ab Januar zehn Tage lang eine bezahlte Auszeit nehmen können, wenn sie kurzfristig die Pflege eines Angehörigen organisieren müssen. Einen entsprechenden Gesetzentwurf will das Bundeskabinett am Mittwoch beschließen, wie Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag in Berlin ankündigte. Auch bislang konnten Berufstätige eine Auszeit für die Pflege nehmen, allerdings ohne Lohnausgleich.
Welt-Alzheimer-Tag
Ein Pfleger hält die Hand einer alten Frau.
Noga Reuveni begleitete ihre Mutter durch die Demenz

Eine Zeit in der Wüste

Der Alzheimerblog beginnt mit dem Tag, an dem Noga Reuveni ihre erkrankte Mutter von zu Hause abholt. Sie alleine zu lassen, ist nicht mehr möglich. Es folgen Jahre, in denen die Tochter ihre Erfahrungen und Gefühle aufschreibt, kleine Freuden in Worte fasst und sich in Momenten der Hilfslosigkeit Luft verschafft. Im katholisch.de-Interview erzählt sie von dieser Zeit, erklärt, wieso Demenz nicht nur Abbau bedeutet und warum pflegende Angehörige oft unsichtbar sind.
Pflege
Warum das System der Altenpflege in Deutschland längst kollabiert ist

Das Schweigen der Alten von morgen

Mathilde Baarß liegt im Bett, die Augen geöffnet. Winzig sieht sie aus, ihr schmaler, 92-jähriger Körper ist unter der Sommerdecke kaum auszumachen. Weiße Locken stehen ihr in alle Richtungen vom Kopf ab. Mit ungerührter Mine mustert sie Carolin Saßenbach, die mit einer wassergefüllten blauen Plastikwanne und freundlicher Ansprache eintritt und raumfüllende Bewegung ins Zimmer bringt.
Soziales
Ein Krankenpfleger läuft über den Flur eines Krankenhauses (Symbolbild).
Fachkräfte aus Fernost sollen Pflege-Notstand in Heimen lösen

"Keine billige Lösung"

Für das Seniorenheim Eilenriedestift in Hannover sind die vier Auszubildenden aus Vietnam ein Glücksgriff. "Sie haben eine große Wertschätzung für alte Menschen, sind sehr geduldig und machen ihre Arbeit mit Stolz", schwärmt Direktorin Susanne Hartsuiker. Vor einem halben Jahr sind die zwei jungen Frauen und zwei jungen Männer in Niedersachsen eingetroffen. "Ihr Deutsch hat sich inzwischen rasant verbessert", erzählt Hartsuiker.
Gesellschaft
Ein Krankenpfleger läuft über den Flur eines Krankenhauses (Symbolbild).
Zum Deutschen Pflegetag pochen Verbandsvertreter auf Reformen

"Pflege im Dauerlauf macht krank"

Zum Auftakt des Deutschen Pflegetags fordern Vertreter der Pflegeberufe und Sozialverbände schnelle Reformen. Der Deutsche Pflegerat verlangte mehr Personal für die Versorgung von Kranken und Alten. "Wir brauchen für die Arbeit, die wir leisten, mehr Kolleginnen und Kollegen", sagte der Präsident des Pflegerates, Andreas Westerfellhaus, am Donnerstag im Deutschlandradio Kultur. "Pflege im Dauerlauf macht krank und kann letztendlich nicht die qualitative Leistung garantieren, für die wir antreten."
Pflege
Im Vordergrund ein Rollstuhl im Hintergrund eine Pflegerin die eine alte Frau im Rollstuhl schiebt.
Studie enthüllt gravierende Mängel im Pflegesystem

"Sehenden Auges in den Notstand"

Gravierende Mängel im deutschen Pflegesystem ermittelte eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts RWI und der Unternehmensberatung Accenture, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Demnach herrsche ein zusätzlicher Bedarf an 371.000 stationären Pflegeplätzen und Investitionen zwischen 54 und 73 Milliarden Euro bis 2030, um die dann mehr als 3,3 Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland versorgen zu können. Die Politik manövriere sich „sehenden Auges in den Notstand“, schrieb das „Handelsblatt“ dazu.
Gesundheit
Drei OP-Ärzte während einer Operation im Bauchbereich
Gesundheitsreport: Patienten wünschen weniger gestresste Mediziner und Pfleger

Baustellen: Pflege und Ärztemangel

Trotz Transplantationsskandal, Ärztemangel und Pflegenotstand: 82 Prozent der Deutschen finden ihr Gesundheitssystem laut einer neuen Umfrage gut oder sehr gut. Im Jahr zuvor seien es nur 72 Prozent gewesen, geht aus dem am Mittwoch in Berlin vorgestellten Gesundheitsreport 2012 hervor. Die repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Allensbach wurde im Auftrag des Finanzdienstleisters MLP durchgeführt.