Eva-Maria Faber fordert feste Strukturen für synodalen Prozess

Dogmatikerin: Menschen wollen eine Kirche, die weniger peinlich ist

Aktualisiert am 11.02.2022  –  Lesedauer: 

Chur ‐ Es brenne vielen Menschen unter den Nägeln, "dass sich bald etwas verändern muss, weil die Not mit unserer Kirche zu groß geworden ist": Die Dogmatikerin Eva-Maria Faber hat die Notwendigkeit von Reformen in der Kirche betont

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Die Churer Dogmatikprofessorin Eva-Maria Faber hat die Notwendigkeit von Reformen in der katholischen Kirche betont. Es brenne vielen Menschen unter den Nägeln, "dass sich bald etwas verändern muss, weil die Not mit unserer Kirche zu groß geworden ist", sagte Faber am Rande einer diözesanen Versammlung am Mittwoch im schweizerischen Bistum Chur dem kirchlichen Internetportal kath.ch. Die Menschen wollten eine Kirche, "die weniger peinlich, weniger bestürzend und weniger empörend ist", so die Dogmatikerin.

Mit Blick auf den von Papst Franziskus angestoßenen weltweiten synodalen Prozess erklärte Faber, dass dieser Prozesse und Strukturen benötige, die geeignet seien, "das ganze Volk Gottes gut repräsentiert in Beratung und Entscheidung einzubeziehen". Es dürfe nicht heißen "Der Weg ist das Ziel", weil dies bedeuten würde, dass das Ziel mit dem gemeinsamen Gespräch bereits erreicht sei. "Das aber wäre für eine synodale Kirche zu wenig. Reden allein reicht nicht", so Faber. Die Partizipation von vielen Menschen in der Kirche müsse bessere Formen annehmen – und zwar so, dass daraus das Handeln folge. (stz)