Verband möchte Geist des Synodalen Wegs in die Breite der Kirche tragen

Katholische Publizisten unterstützen "Frankfurter Erklärung"

Aktualisiert am 06.04.2022  –  Lesedauer: 

Kürten/Stuttgart ‐ Mehr als 16.000 Menschen haben mittlerweile die "Frankfurter Erklärung" zum Synodalen Weg unterschrieben und wollen so für eine synodale Kirche eintreten. Auch die Gesellschaft Katholischer Publizisten unterstützt jetzt die Erklärung – einstimmig.

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Die Gesellschaft Katholischer Publizisten (GKP) unterstützt die "Frankfurter Erklärung" zum Synodalen Weg. "Als katholische Publizistinnen und Publizisten sehen wir in den Reformanliegen des Synodalen Wegs notwendige Konsequenzen aus dem Missbrauchsskandal und wesentliche Beiträge für die Zukunftsfähigkeit der Kirche in unserem Land", sagte der GKP-Vorsitzende Joachim Frank laut einer Pressemitteilung des Verbands vom Mittwoch. "Als Verband begrüßen wir die Idee der 'Frankfurter Erklärung', den Geist des Synodalen Wegs in die Breite der katholischen Kirche in Deutschland zu tragen." Die GKP ist nach eigenen Angaben ein Zusammenschluss von mehr als 520 Medienschaffenden.

Bei der Mitgliederversammlung der GKP am vergangenen Wochenende hätten die Anwesenden dem Antrag des Vorstands einstimmig zugestimmt, heißt es weiter in der Pressemitteilung. Unter anderem gehe es darum, jeder Form von Machtmissbrauch und Diskriminierung in der Kirche entgegenzutreten, sich für durchgreifende Aufarbeitung und Gerechtigkeit für die von Missbrauch Betroffenen einzusetzen sowie gemeinsames Beraten und Entscheiden im kirchlichen Miteinander zu leben.

Die "Frankfurter Erklärung: Für eine synodale Kirche" war am 10. Februar von Mitgliedern der Vollversammlung des Synodalen Wegs vorgestellt worden. Sie solle die Möglichkeit bieten, sich mit den Anliegen des Synodalen Wegs zu verbinden und gehe weit über den institutionellen Rahmen des Synodalen Wegs hinaus, betonten die Initiatoren Gabriele Klingberg, Johannes Norpoth und Gregor Maria Hoff damals. "Wer unterschreibt, wird zum Akteur, zur Akteurin im synodalen Prozess." Die Erklärung ziele auf eine Selbstverpflichtung aller Unterzeichnenden ab und wolle damit "nachvollziehbar in das Leben der katholischen Kirche in Deutschland eingreifen". Zu den Erstunterzeichnern gehörten unter anderem das Präsidium des Synodalen Wegs sowie weitere Mitglieder und Berater des Reformprozesses. Inzwischen haben über 16.000 Menschen die dazugehörige Petition auf der Online-Plattform "chance.org" unterschrieben. (cbr)