Wegen gefährlicher Körperverletzung und Betrugs

Theologe gab sich als Arzt aus und impfte – Mehrjährige Haftstrafe

Aktualisiert am 19.05.2022  –  Lesedauer: 

Traunstein ‐ Er hatte sich 2021 als Arzt ausgegeben und mehr als 300 Personen gegen Corona geimpft sowie in mehr als 1.100 Fällen solche Impfungen überwacht: Nun muss der Theologe aus Oberbayern dafür in Gefängnis.

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Ein oberbayerischer Theologe muss für drei Jahre und zehn Monate ins Gefängnis. Das Landgericht Traunstein verurteilte den 50-Jährigen aus dem Landkreis München am Donnerstag zu einer Haftstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung und Betrugs. Der Mann hatte sich 2021 als Arzt ausgegeben und mehr als 300 Personen gegen Corona geimpft sowie in mehr als 1.100 Fällen solche Impfungen überwacht.

Gesundheitliche Schäden aufseiten der Geimpften wurden nicht bekannt. Die Taten ereigneten sich in Impfzentren in Rosenheim und Karlsfeld bei Dachau sowie bei mobilen Einsätzen in mehreren Pflegeheimen.

Der Mann verfügte nach den Erkenntnissen der Ermittler über keinerlei medizinische Ausbildung und hatte eine ärztliche Approbationsurkunde gefälscht. Zu Beginn des Prozesses räumte er die Vorwürfe weitgehend ein. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (KNA)